All die Jahre – J. Courntey Sullivan

Nora Flynn ist 21 Jahre alt, als sie mit ihrer jüngeren Schwester Theresa von Irland nach Amerika auswandert, um ihrem Verlobten zu folgen und Theresa eine Ausbildung zu ermöglichen. Während Nora Schwierigkeiten hat, sich in Boston einzuleben, genießt die 17-jährige Theresa ihre Freiheit und begeht dabei einen folgenschweren Fehler.

von
Stadtbibliothek Baden

19. Juli 2018
09:00

Die Schwestern trennen sich im Unguten. Nora heiratet Charlie Rafferty und zieht mit ihm vier Kinder groß. Zu Theresa, die sich für ein Leben im Kloster entschieden hat, besteht kaum noch Kontakt, bis dieser schliesslich ganz abbricht.

Nora und Theresa sehen sich erst 2009 bei der Beerdigung von Noras ältestem Sohn und Liebling Patrick wieder. Dieses Ereignis konfrontiert beide Schwestern nochmals mit den Ereignissen der Vergangenheit. Dies lässt Verborgenes und Verdrängtes wieder hochkommen. Das Auftauchen der Tante, von deren Existenz die Rafferty-Kinder nichts gewusst haben, bringt ihr Leben arg durcheinander. In der Familie wurde wenig gesprochen, vieles einfach unter den Teppich gekehrt. Nach und nach kommen nun die Geheimnisse ans Licht, und man wartet als Leser nur darauf, dass spätestens an der Beerdigung die aufgeladene Situation eskalieren wird. 

 

Entscheidungen fürs Leben

Die Kapitel des Romans spielen abwechselnd in den 70er-Jahren und im Jahr 2009. Sie sind überwiegend aus den Perspektiven von Nora und Theresa geschrieben. Der Roman zeigt, welche Auswirkungen eine einzige Entscheidung auf das weitere Leben haben kann und wie deren Konsequenzen die nachfolgende Generation beeinflusst.

Ein leiser und tiefsinniger Roman über das Schicksal einer irischen Einwandererfamilie und ihre Familiengeheimnisse, der noch lange nachwirkt. Eine absolute Leseempfehlung für alle, die schön geschriebene Familiengeschichten lieben! 

Über die Autorin

Julie Courtney Sullivan (*1982) ist eine US-amerikanische Journalistin und Schriftstellerin. Sie arbeitete für das Magazin «Allure» und die «New York Times».

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