Am Ende des Regenwaldes – Marion Achard

Die jugendliche Ich-Erzählerin Daboka gehört einem kleinen indigenen Stamm an, der einträchtig und im Einklang mit der Natur im Herzen des ecuadorianischen Regenwaldes lebt. «Dort, wo die Bäume so hoch sind, dass die Sonnenstrahlen das Blätterdach so gut wie nie durchdringen.»

von
Gemeinebibliothek Wettingen

09. November 2019
09:00

In einer einfachen, aber nicht weniger eindringlichen Sprache entführt Daboka uns in eine fremde exotische Welt. Wir erleben die traditionellen Festvorbereitungen des Clans vor Vollmond, wandern mit ihr barfuss, leise und sorgsam auf der feuchten Erde durch den Wald zu ihren Verwandten am anderen Ende des Weges. Ein friedliches Leben, das jäh endet, als der Stamm auf seinem Fussmarsch ein schwarzes Band entdeckt, welches sich bis zum Horizont erstreckt und die Natur in zwei Hälften zerteilt. Die kleine Gruppe wird von den Menschen, die auf der Suche nach Bodenschätzen eine Strasse durch den Regenwald gebaut haben, entdeckt, überfallen und ermordet. Nur Daboka und ihre kleine Schwester Loca überleben das Massaker und werden von den Tätern in die «Zivilisation» verschleppt.

Diese erfundene, aber von einer wahren Begebenheit inspirierte Geschichte rüttelt auf, löst Betroffenheit aus und regt zu Diskussionen an. Zudem ist sie ein Plädoyer gegen die Zerstörung der tropischen Regenwälder aus wirtschaftlichen Interessen und für die Rechte der Ureinwohner. Ein wichtiges, schmales Buch zu einem aktuellen, grossen Thema.

 

Über die Autorin

Marion Achard (*1976 in Dijon) ist eine französische Zirkusartistin und Schriftstellerin. Sie lebt und arbeite in Drôme.

 

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