Baby Driver – Edgar Wright

Vor ein paar Jahren nahm ich mir vor, jeden Film von Edgar Wright anzuschauen. Der britische Filmemacher, der seit seiner Kindheit Filme produziert, hat einen unverwechselbaren Stil.

DVD-Cover von Edgar Wrights «Baby Driver» (Bild: © TriStar Pictures, Sony Picture Releasing)
DVD-Cover von Edgar Wrights «Baby Driver» (Bild: © TriStar Pictures, Sony Picture Releasing)

von
Christof Völkle

21. August 2017
13:15

Wright dreht nur Filme, bei denen er sowohl die Regie führen wie auch das Drehbuch schreiben kann. Das Ergebnis ist immer ein akribisch geplantes, mit viel Liebe und Herzblut umgesetztes Meisterwerk. Nichts, was das Publikum sieht oder hört, wird dem Zufall überlassen. Auch nach Jahren des wiederholten Anschauens, entdeckt man noch Details, die einem bisher entgangen sind. 

Ein solcher Film ist auch «Baby Driver». Die Geschichte handelt von einem jungen Fluchtwagenfahrer namens Baby, der nur fahren kann, wenn er dabei Musik hört. Die Idee für die Story hat Edgar Wright schon seit 1994 in seinem Kopf. 2003 setzte er sie zum ersten Mal im Videoclip zu «Blue Song» von Mint Royale um. Die Chance, um «Baby Driver» zu realisieren, hatte Wright als die Zusammenarbeit mit Marvel für den ersten «Ant-Man»-Film scheiterte. 

Die Musik spielt eine wichtige Rolle in diesem Film. Der ganze Soundtrack besteht aus der Musik, die Baby über seine verschiedenen iPods hört. Während des ganzen Films hört man nur, was Baby auch hört. Dies gilt auch für die Soundeffekte, welche in Rhythmus und Tonhöhe perfekt auf die Musik abgestimmt sind und somit zu einem Teil des Soundtracks werden.

Die Darsteller, Ansel Elgort, Kevin Spacey, Lily James, Eiza González, Jon Hamm, Jamie Foxx und Jon Bernthal, geben alle ihr Bestes. Der Zuschauer weiss nie, wie die Geschichte weitergeht. Das liegt nicht zuletzt an diesen komplexen und interessanten Charakteren. Jeder hat seine persönliche Motivation und seine Geheimnisse, was immer wieder zu unerwarteten Wendungen führt.


Halsbrecherische Autostunts ab der ersten Minute kombiniert mit cooler Musik aus den 70er-Jahren bis heute, eine spannende Geschichte über einen jungen Mann, welcher der Kriminalität den Rücken kehren will, und der Anfang einer glaubhaften und süssen Romanze – das alles macht den Film aus. Diese einzigartige Mischung macht «Baby Driver» zu meinem neuen Lieblingsfilm. Es ist ein neuer Klassiker und einer der besten Filme, der Edgar Wright je gemacht hat.

 

Wem «Heist-Movies» und Actionfilme gefallen, der darf sich diesen Film auf keinen Fall entgehen lassen. Allen anderen würde ich «Baby Driver» trotzdem empfehlen.

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