Das rote Adressbuch – Sofia Lundberg

Doris wächst in einfachen Verhältnissen im Stockholm der Zwanzigerjahre auf. Als sie zehn Jahre alt wird, macht ihr Vater ihr ein besonderes Geschenk: ein rotes Adressbuch.

von
Stadtbibliothek Baden

25. Mai 2019
09:00

Dieses Büchlein wird sie ihr ganzes Leben begleiten und sie verewigt darin alle Menschen, denen sie begegnet und die ihr etwas bedeuten. Einige sind wichtig, andere eher Randgestalten in ihrer Lebensgeschichte. Doch wenn Doris heute in ihr Büchlein blickt, so gilt für beinahe jeden Namen das Gleiche. Er ist durchgestrichen und sein Träger ist tot. Sie hütet das Adressbuch wie einen Schatz und eines Tages beschliesst sie, anhand der Einträge ihre Lebensgeschichte niederzuschreiben für ihre Grossnichte Jenny, um ihr ihre Erinnerungen zu vermachen. 

Als Doris im Alter von 96 Jahren stürzt und ins Krankenhaus kommt, reist Jenny aus Amerika an, um sich von Doris am Sterbebett zu verabschieden. In diesen Tagen wohnt sie in der Wohnung ihrer Grosstante und findet die Lebensgeschichte von Doris. So reist sie mit ihr zurück in ihre bewegende Vergangenheit. Quer über Ozeane und Kontinente, vom mondänen Paris der Dreissigerjahre nach New York und England – und wieder zurück in die Heimat nach Schweden.

Dank der schönen und fesselnden Sprache taucht der Leser ins Leben von Doris und Jenny ein. Dabei geht liegt der Fokus auf Themen wie Liebe, Freundschaft, Verlust und zwischenmenschlichen Beziehungen. Ohne kitschig zu sein, ist das Buch ist sehr berührend und spannend zugleich und wirkt auch nach dem Ende noch nach. 

 

Über die Autorin

Sofia Lundberg (*1974 in Schweden) eroberte mit ihrem Debütroman «Das rote Adressbuch» die Literatur- und Bloggerszene in Schweden im Sturm. 

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