Der Preusse und die neuen Welten – Rüdiger Schaper

250 Jahre Alexander von Humboldt – diesem Umstand ist dieses spannende Werk gewidmet. Es lässt einen die Faszination dieser Persönlichkeit miterleben, der einer der grössten Wissenschafter seiner Zeit war. Und nach dessen Ableben die Welt eine andere war als vorher.

von
Hans Lenzi

18. Januar 2020
09:00

Sich jemanden zu nähern, der während seiner langen Lebenszeit unzählige Schriften hinterlassen hat, davon neun Bände Reisetagebücher, gebündelte Notizhefte mit 4‘000 Seiten, vieles davon in deutsch, französisch, englisch und spanisch und mit zahlreichen Skizzen angereichert – 33‘000 Seiten des Werks sind bis dato im Internet digital erfasst -, ist kein Zuckerschlecken. Journalist Rüdiger Schaper hat das gewagt und das Leben und Wirken Alexanders von Humboldt ausgeleuchtet. Er zeichnet das Bild eines Mannes, der viele Geheimnisse ins sich birgt, dessen Persönlichkeit viele verschiedene Seiten aufweist. Alexander von Humboldt war schon in frühester Kindheit wissbegierig. Mit dem Erbe seiner Mutter startet er in jungen Jahren in die Welt. Von 1799 bis 1804 bereist er mit dem Arzt und Botaniker Aimé Bonpland Süd- und Mittelamerika, mit Zwischenstopp in den USA. Auch später macht er sich erneut auf, lebt jahrelang in Paris, erkundet Russland bis an die chinesische Grenze. Mit 57 zurück nach Berlin, eilte ihm sein Ruf durch die umfangreichen Schriften voraus. Obwohl der Universalgelehrte eigentlich pleite ist, sein Streben nach neuem Wissen bleibt sein Lebenselixier. Als Humboldt mit fast 90 Jahren stirbt, hinterlässt er ein gewaltiges Werk. Das die Menschheit bis heute beschäftigt.

 

Über den Autor

Rüdiger Schaper (*1959) leitet das Kulturressort des Berliner «Tagesspiegel». Zuvor war er zehn Jahre lang Kulturkorrespondent der «Süddeutschen Zeitung» in Berlin. Rüdiger Schaper lebt in Berlin.

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