Die Fliedertochter – Teresa Simon

In diesem Buch verwebt Teresa Simon zwei Handlungsstränge. Einer spielt von 1936 bis 1944 und erzählt die Geschichte von Luzie Kühn, der andere handelt von Paulina Willke und spielt 2018.

14. November 2020
09:00

Berlin 1936: Die junge Luzie Kühn ist Sängerin und Tänzerin in einem kleinen Lokal. Sie träumt vom grossen Rampenlicht. Als Göbbels sich für sie interessiert, fühlt sie sich als Halbjüdin nicht mehr sicher in Berlin und reist nach Wien. Die Familienverhältnisse der jungen Dame sind kompliziert, gilt sie doch offiziell als katholisch. In ihrer Kindheit wurde sie nach dem Tod ihrer Eltern von den jüdischen Grosseltern grossgezogen, jedoch von ihrer katholischen Tante väterlicherseits adoptiert. In Wien fangen die Probleme mit den Nazis gerade an, so steckt Luzie schnell wieder in Problemen. Zudem verliebt sie sich in einen jüdischen Musiker.

Berlin 2018: Paulina Willke soll für ihre mütterliche Freundin Antonia nach Wien reisen, um ein Erbstück abzuholen, das Tagebuch einer Luzie Kühn. Paulina hat den Namen noch nie gehört, doch die tragische Geschichte der jungen Sängerin zieht sie schnell in ihren Bann. Welcher Zusammenhang besteht zwischen Luzie und Antonia? Gleichzeitig wandert Paulinas Mutter mit ihrer Freundin in Italien. Dieser Nebenschauplatz verwirrt am Anfang etwas, aber am Schluss gelingt es der Autorin alle Handlungsstränge zusammenzuführen.

Obwohl es eine Liebesgeschichte ist, bekommt man vieles mit aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg. Das Tagebuch zeigt die damaligen Zustände eindrücklich.

 

Über die Autorin

Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin, die mit ihrem Mann in München lebt. Sie reist gern – auch in die Vergangenheit -, ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, hat sich schon seit Jugendtagen für die aufregende Geschichte der Schokolade interessiert und liebt die wunderschöne Elbmetropole Dresden, aus der ein Teil ihrer mütterlichen Linie stammt.

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