Dohlenwinter – Anders Björkelid

Es muss nicht immer schwere Kost sein und auch Fantasy hat durchaus seinen Reiz. Diese auf 310 Seiten entwickelte Geschichte geht um «Blütige», ist offenbar der Beginn einer Romanreihe und entführt in ein längst verflossenes Reich, an Kälte erstorben, dessen Nachfolger aber noch immer aktiv sind. So auch die Zwillinge Sunia und Wulf, die ihre Vergangenheit verstehen wollen, um in der Gegenwart zu überleben.

von
Hans Lenzi

03. Mai 2018
09:00

«Solange die Dohlen laut sind, ist alles gut. Erst wenn sie schweigend fliegen, wird es gefährlich, denn dann ist der Unwinter über uns gekommen.» Die beiden Jugendlichen führen mit ihrem Vater ein abgeschiedenes Leben auf dem Land. Sie merken, dass sie anders sind als die Menschen im nahen Dorf – ihre schwarzen Haare und die helle Haut unterscheiden sie. Und: Die Zwillinge verstehen sich wortlos. Beim Besuch eines Fremden gerät ihre heile Welt plötzlich ins Wanken. Der heraufziehende Unwinter ist viel mehr als nur ein harter Winter – seine Kälte will in jedes Herzen kriechen. Über geheimnisvolle Wegekreuze, schreckliche Grimme, gefühllose Galgenmänner, jahrhundertealte Menschen kommt am Schluss im Richtring etwas Licht ins nördliche Dunkel. Der Band liest sich leicht, der Autor kreiert immer wieder interessante sprachliche Bilder.

 

Über den Autor

Anders Björkelid (*1972 in Älvdalen, Schweden) lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Uppsala. Er arbeitet als Gymnasiallehrer, hat bereits mehrere Bilderbücher veröffentlicht.und in seinem Leben über 300'000 Bäume gepflanzt. «Dohlenwinter» ist sein Fantasy-Debüt, manche verstehen ihn als besten Fantasy-Roman Schwedens.

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