Gut gegen Nordwind – Vanessa Jopp

Die Verfilmung des gleichnamigen Romans des österreichischen Schriftstellers Daniel Glattauer setzt auf grosse Gefühle und lädt zum Träumen und Nachdenken ein.

Cover von «Gut gegen Nordwind» (Bild: © Komplizen Film, Erfttal Film und Deutsche Columbia Pictures)

27. September 2019
09:00

Bereits 2006 erschien Daniel Glattauers Buch «Gut gegen Nordwind», ein Briefroman in moderner Form, der im selben Jahr für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde. Statt in Briefen korrespondieren die beiden Hauptfiguren, die verheiratete Emma Rothner und der alleinstehende Leo Leike, per Mail. Diese «E-Mail-Beziehung» beginnt aufgrund eines kleinen Tippfehlers. Emma möchte ein Zeitschriftenabo abbestellen und schickt diese Mail nicht an den Like-Verlag, sondern an den Sprachpsychologen Leo Leike. In der Folge beginnt eine erst lustige und kurzweilige, sehr romantische und teilweise auch sehr nervenaufreibende Unterhaltung zwischen den beiden, die sich über viele Monate hinzieht. Ihre Beziehung findet nur auf ihrer virtuellen Insel statt und hat nichts mit ihrem sonstigen Leben zu tun. Aber wie lange können sie dies so weiterführen? Werden sie sich auch einmal im echten Leben treffen?

 

Sehnsucht nach Geborgenheit

Über zehn Jahre nach der Veröffenltichung des Romanes wurde die Geschichte von der deutschen Regisseurin Vanessa Jopp verfilmt und ist seit Mitte September im Kino zu sehen. In den Hauptrollen sind Nora Tschirner als Emma und Alexander Fehling als Leo. Die beiden Schauspieler zeigen die ganz grossen Gefühle. Mit verschiedenen filmischen Kniffs wurde die E-Mail-Korrespondenz zwischen Emma und Leo visuell und akustisch in die Geschichte eingebaut, ohne störend zu wirken. Die Worte erhalten durch diese Effekte noch mehr Gewicht. Es ist ein Film über die Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit. 

 

«Gut gegen Nordwind» eignet sich für alle, denen das Buch von Daniel Glattauer gefällt oder die aussergewöhnliche Liebesgeschichten mögen.

Offizieller Trailer zu «Gut gegen Nordwind»

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