Härz – Sechs Mamis mit Powerstimmen

Sechs Frauen aus der ganzen Deutschschweiz singen Pop-Songs in verschiedenen Dialekten. Dabei erzählen sie Geschichten aus ihrem Leben als Ehefrauen und Mütter.

Von links: Nyna, Cathryn, Isabelle, Ai-Yen, Deborah und Tabea von «Härz»
Von links: Nyna, Cathryn, Isabelle, Ai-Yen, Deborah und Tabea von «Härz» (Bilder: zVg)

von
Andrina Sarott

16. August 2018
09:00

Eine der sechs Frauen vom Projekt «Härz» ist Cathryn Lehmann aus dem Aargau. Die gelernte Kindergärtnerin ist Sängerin aus Leidenschaft. Im Interview erzählt sie mehr über dieses besondere Musikprojekt.

Cathryn Lehmann und ihre Kolleginnen freuen sich auf die kommenden Konzerte
Cathryn Lehmann und ihre Kolleginnen freuen sich auf die kommenden Konzerte

 

Wie sind Sie zur Musik gekommen? 

Cathryn Lehmann: Schon als Kind hatte ich sehr viel Musik um mich herum. Mein Vater war ein sehr engagierter Musiker. Deshalb gehörte die Musik seit jeher einfach zu meinem Alltag dazu. Mit 17 Jahren stieg ich dann als Backing-Sängerin in meine erste Band ein. Danach folgten zahlreiche weitere Formationen, bei denen ich oft auch als Lead-Sängerin tätig war. Ich begann, eigene Songs zu schreiben. Mein gelernter Beruf als Kindergärtnerin machte mir sehr viel Spass, ich merkte aber, dass ich der Musik in meinem Leben einen grösseren Platz einräumen wollte. Ich bildete mich in Los Angeles musikalisch weiter und wagte 1999 den Schritt in die berufliche Selbständigkeit als Sängerin. Seither durfte ich zwei Soloalben veröffentlichen und mit vielen namhaften Künstlern auf der Bühne stehen – im Moment bin ich unter anderem mit Philipp Fankhauser auf Tournee.  

 

Wie kam es zu der Kooperation mit den anderen Frauen für das Projekt «Härz»?

Mit meinem Mann hatte ich einen Song in schweizerdeutscher Sprache geschrieben und diesen auch veröffentlicht. Georg Schlunegger war damals auf der Suche nach Sängerinnen für das «Härz»-Projekt. Er ist auf meinen Song aufmerksam geworden, hat mir eine Mail geschrieben und mich zu einem Treffen eingeladen. Die anderen «Härz»-Frauen hatte ich vorher nicht gekannt. Schon bald hat sich aber herausgestellt, dass wir uns alle super verstehen. Es sind tolle, bodenständige Frauen. Wir sind alles berufstätige Ehefrauen und Mütter. Unsere grosse Leidenschaft für die Musik verbindet uns zusätzlich.   


Die Songs sind in verschiedenen Dialekten geschrieben. Wie sind sie entstanden? 

Musik und Texte stammen aus der Feder von Georg Schlunegger. Er hat uns die Lieder sozusagen auf den Leib geschneidert. In persönlichen Gesprächen hat er Gedanken von uns aufgenommen und daraus Geschichten und Musik geschrieben. Da wir Sängerinnen aus verschiedensten Teilen der Schweiz stammen, war es nur natürlich, dass jede ihr Solo-Stück in ihrem eigenen Dialekt singt und die anderen sich jeweils anpassen. Das macht das Ganze sehr interessant und farbig.


Was macht «Härz» Ihrer Meinung nach aussergewöhnlich?

«Härz» spricht Themen an, in denen sich viele Menschen wiedererkennen. Die einzelnen Solo-Stimmen und die mehrstimmigen, eingängigen Melodien berühren. Dass wir innerhalb von rund drei Wochen bereits 10‘000 Alben verkauft haben, bestätigt dies auf wunderbare Weise und hat uns alle überwältigt!   


Haben Sie einen Lieblingssong auf diesem Album? 

Mir gefallen alle Songs auf dem Album und ich finde es wunderbar, wie jede Sängerin ihrem Song einen eigenen, einzigartigen Touch verleiht. Mit dem Song «Lah Di los», den ich auf dem Album singen durfte, verbindet mich tatsächlich ein sehr emotionales Erlebnis. Georg hatte mir den Song geschickt mit der Bitte, einmal reinzuhören. Als ich mir das Lied in Ruhe in meinem Atelier angehört habe, sind ganz viele Tränen geflossen. Es hat mich sehr berührt und tut es noch, wenn ich es mir anhöre.


Wird es zukünftig noch mehr Alben von «Härz» geben?

Im Moment konzentrieren wir uns erst einmal auf die bevorstehenden Live-Konzerte. Darauf freuen wir uns alle wie verrückt. Man darf gespannt sein! 

Härz – Fädere im Wind (Offiziells Musigvideo)

Live-Termine:
17.11.18 Das Zelt, Luzern
04.01.19 Das Zelt, Bern
20.02.19 Das Zelt, Chur
12.06.19 Das Zelt, St. Gallen

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