Hallo, Jenseits – Dolly Röschli

Das Buch beschreibt den Werdegang und den «Dialog mit der geistigen Welt» der Autorin. Schon mehr als 10'000 Verstorbenen soll sie im Verlaufe ihrer Arbeit als Medium begegnet sein.

von
Hans Lenzi

11. Oktober 2018
09:00

Schon als kleines Mädchen erlebte die Emmentalerin übersinnliche Begegnungen. Sie sah Verblichene, was in ihr Ängste auslöste. Zwar konnte sie ihre Erlebnisse innerhalb der Familie erzählen, wurde aber gebeten, sich hierüber lieber nicht Dritten anzuvertrauen. Schliesslich habe die Familie einen Ruf zu verlieren. In der Schule war sie bald einmal Aussenseiterin, galt als Streberin, denn sie wusste oft einfach – dank ihrer Hellfühligkeit und -sichtigkeit – Dinge früher als die Gleichaltrigen. Immer stärker wünschte sich die musikalisch und sportlich Begabte, nurmehr «normal» zu sein. Während einer Zugfahrt raunte ihr eine Unbekannte beim Aussteigen zu: «Du besitzt eine Gabe, und du musst lernen, damit umzugehen.» Es begann ein Suchen und Finden, unter anderem über eine spirituelle Ausbildung in England. Endlich konnte sie die Kontakte zum Jenseits aktiv ein- und ausschalten. Über Mund-zu-Mund-Propaganda wünschten immer mehr Zeitgenossen, von den medialen Fähigkeiten der gelernten Airhostess und Anwaltssekretärin zu profitieren. 2003 schliesslich ging sie damit in die Selbständigkeit, eine Tätigkeit, die sie bis heute erfolgreich ausübt.

Überzeugt das Buch? Jein, es lassen sich Ungereimtheiten entdecken. So liest man, dass die heute im Zürcher Oberland wohnende Röschli nie Werbung machte, gleichzeitig aber regelmässig an so genannten «Demos» teilnimmt, Fernsehauftritte absolviert und Interviews gibt. Sie wehrt sich dagegen, in die esoterische Ecke gestellt zu werden, erlebt einen Burnout und zeigt sich damit als normale Zeitgenossin. Ihre Gedanken zu Tod und Leben schliesslich gehen plus/minus in die übliche Richtung, formulieren nichts wirklich Neues.

 

Über die Autorin

Dolly Röschli (*1975) ist im Emmental aufgewachsen und realisierte schon als Kind, dass sie Menschen sehen konnte, die andere nicht sahen. Nach langem Ringen entschied sie sich, anzunehmen, was ihr in die Wiege gelegt worden war, und bewarb sich am renommierten Arthur Findlay College im britischen Stansted Hall. Seit 2003 widmet sie sich ausschliesslich ihrer Berufung, gibt Privatsitzungen und leitet Seminare und Workshops. Dolly Röschli wohnt mit ihrem Mann, einem Wirtschaftsfachmann, und ihren drei Kindern im Zürcher Oberland.

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