Happy End – Amélie Nothomb

Für den Roman «Happy End» hat sich die belgische Schriftstellerin Amélie Nothomb vom Märchen «Riquet mit der Locke» inspirieren lassen, er handelt von der Frage, was eigentlich Schönheit ist – und was Intelligenz.

von
Dorf-und Schulbibliothek Würenlingen

29. Juni 2019
09:00

Der kleine Déodat kommt als besonders hässliches Kind zur Welt. Selbst seine Eltern erschrecken, als sie ihn zum ersten Mal sehen, lieben ihn trotzdem von ganzem Herzen. Aufgrund seiner Intelligenz erfasst er schon früh das Problem seiner Hässlichkeit. Er wächst zu einem klugen Sonderling heran, der das einsame Studium der Vögel, die Beobachtung ihres Flugs am Himmel von Paris liebt.

Trémière ist schön, fast zu schön, um wahr zu sein. Doch ihre Eltern haben keine Zeit für sie. Ihre Mutter befürchtet sogar, dass sie nicht viel im Kopf hat, weil sie kaum spricht und immer nur schaut. Deshalb wächst sie isoliert auf, im verwunschenen Haus ihrer exzentrischen Grossmutter, die sie bei sich behält, damit niemand merkt, wie dumm sie ist.

Sowohl Déodat wie Trémière kommen mit ihren Mitschülern nicht klar, aber beiden gelingt es, die Anfeindungen ihrer Umwelt wegzustecken und ihren eigenen Weg zu gehen. Eines Tages trifft der altkluge Junge auf das bildhübsche Mädchen, und eine wundersame Geschichte nimmt ihren Lauf.

«Happy End» ist ein modernes Märchen über zwei ungewöhnliche Sonderlinge. Es ist ein stilles Buch – ein Buch, das berührt und zum Nachdenken anregt und das einem immer wieder ein Schmunzeln entlockt.

Im Anhang des Buches kann man die Geschichte des hässlichen Prinzen von Charles Perrault nachlesen.

 

Über die Autorin

Amélie Nothomb (*1967 in Kobe, Japan), hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Asien verbracht. Sie schreibt seit ihrer Jugend und erhielt für ihre Werke schon zahlreiche Auszeichnungen. Nothomb lebt in Paris und Brüssel.

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