Heimat im Kochtopf – Séverine Vitali

Beim Kochen kommt die Autorin Séverine Vitali ins Gespräch mit Flüchtlingen von Ecuador bis zur Mongolei. Dabei schaut sie sowohl in die Kochtöpfe als auch über den Tellerrand hinaus.

von
Stadtbibliothek Baden

28. Dezember 2017
10:00

Entstanden ist eine Sammlung von Einblicken in das Leben dieser Menschen. Man erfährt, was sie bewegte zu flüchten und wie ihre Situation in der Schweiz ist. Im Mittelpunkt steht ein typisches Rezept aus dem jeweiligen Herkunftsland. Einige Gerichte kennt man aus Restaurants und ist erstaunt, unter welchen einfachen Bedingungen diese gekocht werden. Es werden verschiedene Fleischgerichte, natürlich auch Fisch und Gemüse und süsse Desserts serviert. Die porträtierten Menschen sind begeisterte Köche, freudige Gastgeber, motivierte Überlebenskünstler und manchmal auch vom Schicksal hart Getroffene. Um den Tipp mit einem Zitat aus dem Buch zu umrahmen: «Manchmal ist es komisch, manchmal traurig, jedoch immer sinnlich, scharf und würzig».

Die Autorin möchte das porträtieren, was im Medienalltag oft keinen Platz findet. Das schön illustrierte Kochbuch überbrückt das Fremde und die Distanz, indem es einen ganz eigenen Zugang zu den persönlichen Schicksalen über das Kochen schafft. 


Über die Autorin

Die Autorin Séverine Vitali ist französisch-schweizerische Doppelbürgerin. Sie hat an über einem Dutzend Orten gelebt, tote Sprachen studiert und arbeitet heute als Konferenzdolmetscherin. Vitali hält Migration für das wichtigste Thema unserer Zeit und liebt Kochen und Essen über alles. Mit ihrer Familie lebt sie in Zürich.


Über die Fotografin

Die Fotografin Ursula Markus, geboren in Kolumbien, ist in Trinidad, im Iran und in der Schweiz aufgewachsen. Zu ihren Ausstellungen und Buchveröffentlichungen zählen Arbeiten über Israel nach dem Sechstagekrieg, über Harlem, über Straßenkinder in Bukarest ebenso wie über die Zürcher Langstrasse.

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