«Ich habe den schönsten Job»

Warum die Feuerwehr fast alles kann, nur nicht selbst Feuer machen, erfuhren die potenziellen Nachwuchskräfte am Familientag auf dem Eisi.

Ausbildungschef Patrick Vogt brachte den Kindern bei, wie man Feuer löscht
Ausbildungschef Patrick Vogt brachte den Kindern bei, wie man Feuer löscht (Bilder: sha)

von
Stefan Haller

29. August 2017
11:00

Es war ohnehin schon sehr warm am letzten Samstag auf dem Eisiplatz, aber rund um den Ausbildungschef der Feuerwehr Brugg, Patrick Vogt, war es noch sehr viel heisser. Weit über hundert Mal entzündeten er und seine Kollegen Tobias Sommer und Michael Merk fiktive Pfannen- und Stubenbrände, denen dann von Kindern unter professioneller Anleitung mittels Brandlöschdecken der Garaus gemacht wurde. «Im Gegenteil, ich habe den schönsten Job. Die Begeisterung und das Interesse der Kinder entschädigen uns für alle die durchgeschwitzten Klamotten und den gros­sen Durst», konterte Patrick Vogt die Frage, ob er nun hier und heute am Familientag die schlimmste Aufgabe gefasst habe. Nur etwas gab ihm zu denken: «Man sieht wieder einmal, dass die Feuerwehr fast alles kann, nur nicht selbst Feuer machen», kommentierte er lachend die Tatsache, dass aufgrund der Hitze und vieler Flammen sämtliche Feuerzeuge geschmolzen waren. Ein Meldeläufer wurde schliesslich zum Beschaffen von neuen Feuerzeugen geschickt und das Zeuseln konnte weitergehen – sehr zur Freude der Kinder!

  • Leo Geissmann, Ingeborg Gekle, Christian Ruf, Karl-Heinz Weiss und Daniel Moser
    Leo Geissmann, Ingeborg Gekle, Christian Ruf, Karl-Heinz Weiss und Daniel Moser
  • Patrick Vogt
    Patrick Vogt
  • Tobias Sommer
    Tobias Sommer
  • Michael Merk
    Michael Merk
  • David Henzmann
    David Henzmann
  • Robert Stöckli
    Robert Stöckli
  • David Simmen
    David Simmen

Der gemeinsame Anlass der Feuerwehren Brugg (mit Riniken) und Villnachern, der Zivilschutzorganisation (ZSO) Brugg, des Samaritervereins und des Lösch- und Rettungszuges der SBB  bot beste Unterhaltung. Man konnte unter anderem die Feuerwehrfahrzeuge von innen kennenlernen oder im Korb des Feuerwehrautos in luftige Höhen hinauffahren. 

Erstmals mit dabei am Familientag war die ZSO, genauer gesagt der Bereitschaftszug «Tiger», der sich kürzlich beim Unwetter in der Region Zofingen bewährte. Das Team von Zugführer David Henzmann führte mit den Kindern die Rettung einer verunglückten Person aus Trümmern bzw. aus einem Fahrzeug durch. Robert M. Stöckli, Kommandant der ZSO Brugg Region, ist stolz auf seine schlagkräftige Truppe: «Sie sind motiviert und professionell. Viele meiner Leute könnten auch in der Armee eine gute Position innehaben. Der heutige Zivilschutz hat nichts mehr mit dem einstigen, zweifelhaften Image, zu tun.»

Vom guten Ausbildungsstand der Brugger Rettungskräfte machten sich auch drei Gäste aus der Partnerstadt Rottweil ein Bild. Bürgermeister Christian Ruf (Nachfolger des leider viel zu früh verstorbenen Werner Guhl), die Stadträtin Ingeborg Gekle-Maier sowie Stadtrat Karl-Heinz Weiss wurden von Bruggs Stadtammann Daniel Moser und Stadtrat Leo Geissmann stolz über das Eisi geführt, bevor sie sich zum Waldumgang der Ortsbürger begaben. Christian Ruf meinte: «Wir freuen uns jedesmal, nach Brugg zu kommen!»

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