Karl Hauptmann – Rutz Hötzel-Dickel

Malkunst kann faszinieren. Zum Beispiel jene des Schwarzwaldmalers Karl Hauptmann. Seine naturalistischen Darstellungen sind bis heute aktuell und begeistern in ihrer Ausdrucksstärke. Sie beschwören die Schönheit dieses Landstrichs.

von
Hans Lenzi

19. Oktober 2017
09:00

Der Sohn eines Schreiners absolvierte nach den Schulen eine Lehre als Flachmaler. Nachher bildete er sich in Nürnberg und München zum Kunstmaler weiter. Als solcher verbrachte er dann auch sein Restleben in Selbständigkeit, unterbrochen nur vom Kriegsdienst im 1. Weltkrieg, den er fast unbeschadet überlebte. Und von mehreren ausgiebigen Urlaubsfahrten nach Italien.

Hauptmanns malerische Stärken sind Winterlandschaften im Schwarzwald. Ab 1913 lebte er denn auch - obwohl verheiratet und Vater eines Sohns; Kind und Ehefrau blieben im nahen Freiburg wohnhaft - fast ausschliesslich in seinem «Molerhüsli», am Herzogenhorn und in der Nähe von Todtnau gelegen. Sein Malstil wird als «idealisierend realistisch» charakterisiert. Und tatsächlich: Lässt man seine Werke auf sich wirken, so kommt Sehnsucht auf – nach heiler Welt, nach reiner Natur, nach Frieden und Stille.

Dem Künstler war kein langes Leben beschieden: 67-jährig verschied er 1947 an Herzversagen. Er hat ein umfangreiches Werk hinterlassen.

 

Über die Autorin

Ruth Hötzel-Dickel ist promovierte Kunsthistorikerin und lebt in Freiburg in Breisgau. In dieser Funktion hat sie verschiedene Bücher über Künstlerpersönlichkeiten verfasst. 

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