Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen – Agustín Martínez

Fünf Jahre ist es her, seit zwei elfjährige Mädchen spurlos verschwunden sind – in Monteperdido, einem Dorf in den Pyrenäen. Niemand hat jemals auch nur eine Spur von ihnen gefunden.

von
Stadtbibliothek Baden

06. Juli 2017
09:00

Da taucht unerwartet Ana auf, eines der vermissten Mädchen. Bewusstlos wird sie in einem Wagen gefunden, welcher in eine Schlucht gestürzt ist. Zur Aufklärung des Falles werden Victor Gamero, dem Leiter der örtlichen Polizeiwache, zwei Kriminalbeamte aus Madrid zur Seite gestellt: Sara Campos und Santiago Bain. Das Verhältnis im Team ist gespannt, keiner traut dem anderen. Gamero hält nichts von den Städtern, Santiago schüttelt beim Aktenstudium den Kopf über die schlampigen Ermittlungen von damals. Während die schwerverletzte Ana im Krankenhaus behandelt wird, beginnt ein Wettlauf um die Rettung von Lucia.

Irgendwo in dieser rauen Landschaft muss der Täter sie noch immer gefangen halten. In den Wäldern wird gejagt, Touristen sind im Gebirge unterwegs. Wer hier jahrelang Gefangene versorgt, kann doch nicht unbeobachtet geblieben sein. Sara Campos ist sich sicher, dass Ana mehr weiss, als sie sagt; will sie Lucia schützen, oder sogar den Täter? In dem düsteren Bergdorf mit seiner eingeschworenen Gemeinschaft scheint jeder ein dunkles Geheimnis zu haben. Kaum jemand, der keine illegalen Geschäfte macht oder auf andere sonderbar wirkt. Die Fäden der Beziehungen bilden ein dichtes Netz, das die Madrider Ermittler ohne Hilfe Einheimischer nicht durchdringen können. «Hier spricht sich alles rum, und trotzdem weiss keiner was» bringt es Sara auf den Punkt.


Einzigartig!

Ein spezieller Krimi – die Atmosphäre dieses abgeschiedenen Dorfes und seiner Bewohner ist hervorragend erzählt und die Spannung hält an, von der ersten bis zur letzten Seite.


Über den Autor

Agustín Martínez (*1975 in Lorca) hat Audiovisuelle Kommunikation in Madrid studiert. Er arbeitet als Drehbuchautor, Autor und Redaktor fürs Radio. Die Idee für seinen ersten Roman «Monteperdido» hatte er während eines Familienurlaubs in den Pyrenäen. Dort hörte er ein Gespräch von Einheimischen, in dem es um ein vermisstes Kind ging.

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