Rigi: Mehr als ein Berg – Adi Kälin

Die Rigi – wir erfahren in diesem grossformatigen Buch, wieso diesem Berg der weibliche Artikel zu eigen ist. Und manches über die hohe Zeit dieser Innerschweizer Erhebung und seiner Hotelgeschichte. Wie die Rigi zwischenzeitlich an Bedeutung verlor und heute wieder voll auf Kurs ist.

12. September 2020
09:00

Die Rigi war der Mode-Berg des 19. Jahrhunderts. Heute ist sie ein viel besuchter Freizeitberg für Leute aus Nah und Fern. Der Journalist und Historiker Adi Kälin hat die Geschichte der Rigi recherchiert und dabei noch kaum bekannte Episoden und Vorfälle, neue Zeugnisse und überraschende Bilder ausgegraben.

Neben den Älplern stiegen bis um 1800 vor allem fromme Pilger auf die Rigi. Ihnen folgten die «unkatholischen Bergfahrer», also die «reichen Lutheraner», die nichts anderes als die schöne Aussicht im Sinn hatten. Aus den ersten Anfängen entwickelte sich eine Massenbewegung, die Rigi wurde zum «Modeberg» des 19. Jahrhunderts, den Dichter und Fürsten aus ganz Europa zu besteigen hatten. 50'000 Gäste besuchten die Rigi um 1850, nach der Eröffnung der Rigi-Bahnen 1875 waren es gar viermal so viele. Die rasante Entwicklung zog auch Konflikte und Probleme nach sich. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs beendete den Boom. Aus dem Ferienort der gut Betuchten aus ganz Europa wurde über die Jahre der heutige Freizeitberg, der vor allem Tagestouristen zum Wandern oder Skifahren anzieht.

 

Über den Autor

Adi Kälin, (*1959 in Küssnacht SZ) studierte allgemeine Geschichte in Zürich und machte den Abschluss mit einer Lizentiatsarbeit über Tourismus in der Schweiz im 19. Jahrhundert. Ab 1986 war er als Redaktor beim «Luzerner Tagblatt» tätig und zuständig für das Ressort Zentralschweiz. Von 1989 bis 1992 war er Redaktor beim «Tagblatt der Stadt Zürich», von 1992 bis 2008 beim «Tages-Anzeiger» – in wechselnden Funktionen, unter anderem als Leiter des Ressorts «Stadt Zürich». Daneben war er mehrere Jahre Mitglied des Schweizerischen Presserats. Seit 2008 ist Kälin Redaktor bei der NZZ, wo er vor allem für Politik in der Stadt Zürich zuständig ist.

 

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