Schnelles Lesen, langsames Lesen – Maryanne Wolf

100'000 Wörter liest ein Mensch im Durchschnitt – pro Tag! Die Mehrheit davon auf digitalen Geräten. Welche Auswirkungen hat dies auf unsere Lesegewohnheiten und auf unser Denken?

von
Stadtbibliothek Baden

28. September 2019
09:00

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Neurowissenschaftlerin Maryanne Wolf in ihrem kürzlich erschienenen Buch. Auf Bildschirmen praktizieren viele Menschen ein schnelles Lesen, bei dem viele Texte nur oberflächlich überflogen werden. Es unterscheidet sich stark vom langsamen Lesen, bei dem man in eine Geschichte eintaucht und diese im Geist miterlebt. Das langsame Lesen kommt eher in gedruckten Medien wie Büchern zum Einsatz.

Für denkerische Fähigkeiten gilt der Grundsatz: Gebrauche sie oder du verlierst sie. Wird das schnelle Lesen die vorherrschende Art zu lesen, besteht laut der Autorin die Gefahr, dass viele Menschen die Fähigkeit des langsamen Lesens verlernen. Zudem droht ein Verlust von kritischem Denken und Empathie, von Kompetenzen also, die durch langsames Lesen gefördert werden. Fern von Technikfeindlichkeit fordert die Autorin jedoch nicht die Verbannung des digitalen Lesens, sondern liefert einen Denkanstoss, wie man langsames und schnelles Lesen nebeneinander lernen und ausüben kann. 

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