So wie ich bin – Billy Graham

Biografien sind oft einfach spannend. Man lernt einen Menschen in der Tiefe kennen. So auch hier das «Maschinengewehr Gottes», wie Evangelist Billy Graham auch genannt wurde. Obwohl mit allen Mächtigen dieser Welt zu Gange, zeigt der letzte Lebensabschnitt dieses Zeitgenossen, dass er auf dem Teppich geblieben ist.

von
Hans Lenzi

26. Oktober 2017
09:00

Zugegeben, das Buch ist nicht mehr ganz taufrisch. Aber dennoch gut lesbar. Es gibt einen interessanten Blick in die Existenz dieses prominenten Kirchenmannes, der kürzlich totgesagt wurde, in Tat und Wahrheit aber, fast hundertjährig, sich weiterhin des Lebens erfreut.

Graham wurde 1918 in North Carolina als Sohn eines Farmers in ärmliche Verhältnisse hineingeboren. Im Alter von 16 machte der in einem frommen Elternhaus Hochgekommene eine Art Bekehrungserlebnis und fühlte sich zum Frohbotschafter berufen. Seine Ehefrau Ruth – offenbar eine starke und selbständige Person – war ihm in seinem überaktiven Leben wichtige Stütze.

Billy Graham hat den ganzen Erdkreis bereist und an unzähligen Orten die jesuanische Botschaft der Befreiung und Erlösung verkündigt. Eindrücklich seine Bekanntschaften und Freundschaften mit den Mächtigen dieser Welt: Kein US-Präsident der letzten Jahrzehnte, kaum ein Staatsführer auf dem Globus sind ihm unbekannt. Oft hat er auch als deren Seelsorger geamtet. In der Schweiz ist er übrigens, vorab in den Sechzigern, mehrfach aufgetreten.

Was bleibt am Schluss? Graham bekennt freimütig seine Schwächen: Zu viel unterwegs, familiär zu wenig präsent: «Die Kinder selbst tragen sicher auch Narben jener Trennungszeiten.» Trotz diverser Gebrechen – u.a. Parkinson – hält er an der christlichen Erwartungshoffnung fest: Das Beste kommt noch.

 

Ueber den Autor

Billy Graham (*1918) hat live zu mehr als 210 Millionen Menschen in über 185 Staaten gesprochen, ganz zu schweigen von einem Milliardenpublikum am Bildschirm und anderen Medien. Sein Name stand 37 mal auf der jährlich veröffentlichten Gallups Liste der zehn meistbewunderten Menschen der Welt und ist Synonym für die weltweite Verbreitung der christlichen Frohbotschaft mit modernsten Mitteln. Einer der populärsten Menschen des 20. Jahrhunderts beschließt seine Autobiographie mit den Worten: Soli deo gloria – Gott allein die Ehre. Graham hat viele weitere Bücher verfasst. 

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Dorfjugend sucht eine neue Bleibe

Die Gemeinde Neuenhof zog den Kreditantrag für einen Neubau des Jugendraums im… Weiterlesen

«Es fühlt sich ein bisschen an wie bei einer Beerdigung»

Es ging nicht mehr: Susanne Voser, 52, tritt Ende Woche von ihrem Amt als… Weiterlesen

blog

Bretonisches Vermächtnis: Kommissar Dupins achter Fall – Jean-Luc Bannalec

Es ist kurz vor Pfingsten und Kommissar Dupin freut sich auf ein paar freie… Weiterlesen

region

Das Aus für das ehemalige Ferienhaus

Unzählige Schulkinder aus Windisch verbrachten im Goms unvergessliche… Weiterlesen

region

Tragödie an Weihnachten 1944

Am Weihnachtstag vor 75 Jahren, um 12.30 Uhr, stürzte bei Würenlingen ein Bomber… Weiterlesen