Sommerlügen – Bernhard Schlink

Der Autor tischt uns sieben Geschichten auf, die gleichzeitig sieben Lebenslügen sind. Sechsmal wird aus der Perspektive eines Mannes erzählt, ein Mal aus jener einer Frau, die «aufhörte, ihre Kinder zu lieben». Sieben Menschen, die sich dem Leben stellen.

von
Hans Lenzi

04. April 2019
09:00

Der Autor berichtet in diesen etwas schwermütigen  und gleichförmigen Geschichten in schlichter Sprache etwa von dem Sohn, welcher endlich seinen Vater besser kennenlernen möchte. Allein: Dieser, schon todkrank, blockt ab. Eine gewisse Stummheit kann er nicht mehr überwinden, ganz  Prägung seiner Generation. Oder eben jene Frau, welche nachsinnt, wie es gewesen wäre, wenn sie ihrer grossen Liebe gefolgt wäre und nicht den Sohn Bekannter geehelicht hätte. Materielle Sicherheit war ihr damals wichtiger gewesen. Oder der rekonvaleszente und wenig begüterte Flötist, der sich in eine Amerikanerin verguckt, die sich dann später als reiche Dame herausstellt. Sie kommen sich zwar näher, aber die Beziehung zerbricht an den verschiedenen Hintergründen. Eben, eine Sommerlüge.

Die sieben Erzählungen lesen sich leicht, sind mit je rund vierzig Seiten Umfang überschaubar. Mit wenigen Sätzen ist man jeweils im Geschehen drin. Jede hat ihren eigenen Reiz.

  

Über den Autor

Bernhard Schlink (*1944 bei Bielefeld) ist Jurist und lebt in Berlin und New York. Seine Werke sind vielfach übersetzt und er mit diversen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet.

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