Tod im Februar – Alan Parks

Freunde von Kriminalgeschichten werden Freude an diesem Roman haben. Er zeigt, wie oft, die Abgründigkeit der Gesellschaft: Drogen, Missbrauch, Missgunst, Morde, aber auch eine oft überforderte Polizei. Im ganzen Gewühl geht Detective Harry McCoy seiner Arbeit nach und seinem Inneren aus dem Weg.

12. Dezember 2020
09:00

In Glasgow finden schlimme Morde statt. Die Bedauerlichen werden nicht bloss umgeknickt, sondern auch noch schlimm verstümmelt. Blut allüberall, etwas, das unser Detective nurmehr schlecht erträgt und ihn zum Reiern bringt. Und zum Paffen und zum Trinken und zum Einwerfen irgendwelcher Drogen. Ganz so halt, wie desillusionierte Bullen über die Runden kommen. Ueber die verschiedenen Ereignisse wird McCoy plötzlich von eigenen Missbrauchserfahrungen aus seiner Jugend überwältigt – «Onkel Kenny», bis vor kurzem hochrangiger Polizeier, hat ihn und andere damals im Kinderheim arg geschändet. Mit seinem Freund aus jenen Tagen und heutigem Unterweltler gehen sie die Sache handfest an. Onkel Kenny wird nie mehr übergriffig werden können.

Der Autor ist solchen Missbrauchsgeschichten in Schottland auf die Spur gekommen. Ueber seine Recherche hat er festgestellt, wie nachhaltig sich solche Erlebnisse bei Betroffenen auch im spätern Leben auswirken. Also hat er in seinem zweiten Krimi diesen Stoff mitverwoben.

 

Über den Autor

Alan Parks (*1963 in Schottland) studierte Philosophie an der Universität von Glasgow. Danach zog er nach London, wo er in der als Creative Director arbeitete. Bei 679 Recordings war er Geschäftsführer. In den letzten Jahren betätigte er sich als freier Berater für Marketing und Gestaltung. Nach 20 Jahren in London kaufte er sich eine Wohnung in Glasgow, um da die Wochenenden zu verbringen. Dabei entwickelte er die Idee für eine Glasgow-Krimireihe, die auf zwölf Bände angelegt ist. Parks lebt heute in London und in Glasgow.

 

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