Warum gibt es uns? – Johan Olsen

In zwölf aufeinander aufbauenden Kapiteln gibt das Buch einen Überblick über die Geschichte der Welt vom Urknall bis zur Entwicklung des Menschen.

Dabei werden auch die Themen Atome, Moleküle, Proteine, die Relativitätstheorie und die Schwerkraft behandelt. Das klingt nach schwerer Kost. Doch dem Autor gelingt es mit einer alltagsnahen und bildhaften Sprache komplizierte Vorgänge kindgerecht, aber wissenschaftlich korrekt zu beschreiben.

So erklärt er, dass man sich die Ausdehnung des Universums vorstellen kann wie einen Hefeteig mit Rosinen. Wenn der Teig aufgeht, entfernen sich die Rosinen immer weiter voneinander. Dabei ist das Brot das Universum und die Rosinen die Galaxien. Für die Relativitätstheorie muss eine fette faule Katze herhalten, auf deren Bauch Kugeln herumgerollt werden und zur Erklärung der potentiellen Energie lässt der Autor in Gedanken Tassen von einem Regal in eine Torte fallen und vergleicht die Tiefe der entstandenen Krater.

Jedes Kapitel beginnt mit einer seitenfüllenden Illustration. Der Text ist wird durchbrochen von Infokästchen und kleinen Bildern. Der Leser wird immer wieder direkt angesprochen und zum Mitdenken aufgefordert.

Das Buch endet mit folgenden Sätzen: «Die Geschichte der Welt, wie sie uns die naturwissenschaftliche Forschung vermittelt, endet nie. Das Ergebnis der naturwissenschaftlichen Forschung ist nämlich nicht die Wahrheit. Es ist nur die einfachste Erklärung für das, was wir beobachten können.»

Das Buch ist empfehlenswert für alle neugierigen und naturwissenschaftlich interessierten Kinder ab zehn Jahren. Auch Erwachsene werden das eine oder andere Neue darin entdecken. Oder wussten Sie, warum Vögel nicht pinkeln oder dass es nur eine Sache gibt, die bei allen Säugetieren gleich ist?

 

Über den Autor

Johan Olsen (*1969) erforscht als promovierter Biologe an der Universität Kopenhagen die molekulare Struktur von Proteinen. In Dänemark ist er auch als Rockmusiker bekannt.

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