Ammänner laufen Stafette

Der neue Fitnessparcours rund um die Zementi Möriken-Wildegg liegt auf dem Gebiet von fünf Gemeinden. Deren Ammänner weihten die Strecke letzten Samstag ein.

Einweihung des Fitnessparcours (Bilder: wag)

von
Hans Christof Wagner

14. Mai 2019
15:00

Hans-Jürg Reinhart, Gemeindeammann von Möriken-Wildegg, war es vorbehalten, den Staffellauf zu eröffnen. Angefeuert von den Umstehenden und motiviert durch Fitness-Guru und Stargast Dave Dollé, machte er sich um 14 Uhr auf die Strecke, um als Schlussläufer um 14.31 Uhr und 42 Sekunden wieder einzulaufen. In der Zwischenzeit war der Stab an Rudolf Hediger (Rupperswil), Reto Porta (Auenstein), Ulrich Salm (Veltheim) und Herbert Anderegg (Holderbank) weitergegangen. Jeder der fünf Ammänner absolvierte den Streckenteil, der auf Gemarkung seiner jeweiligen Gemeinde lag. 

 

Nur 400 Meter in Holderbank

So hatte Anderegg mit nur rund 400 Metern die kürzeste und Porta mit etwa drei Kilometern die längste Distanz. Wobei am Ende die Gesamtleistung der Staffel zählte: 31 Minuten und 42 Sekunden für 6,5 Kilometer. Dollé hatte das Quintett zwar noch für flotter gehalten («Meine Schätzung lag bei 27 Minuten.») Marcel Bieri, Werkleiter Wildegg, aber war von der Fitness der fünf positiv überrascht: «Mir war klar, dass sie weniger als 40  Minuten brauchen, aber ich habe eher so auf 35 bis 36 getippt.» Das Fazit der Promi-Läufer: «Ich habe gemerkt, dass das Training noch nicht zu Ende ist», so Porta. Hediger: «Auf meinen 600 Metern konnte ich richtig Gas geben.» Salm war auch zufrieden: «Meine 1,2 Kilometer liefen gut, wobei ich am Vormittag schon die ganze Strecke abgelaufen bin.»

  • Ulrich Salm
    Ulrich Salm
  • Herbert Anderegg
    Herbert Anderegg
  • Hans-Jürg Reinhart
    Hans-Jürg Reinhart
  • Dave Dollé
    Dave Dollé
  • Reto Porta
    Reto Porta
  • Marcel Bieri
    Marcel Bieri
  • Rudolf Hediger
    Rudolf Hediger

Tipps vom Rekordsprinter

Die Idee, die 10'000 Franken, die Jura Cement als Preisgeld vom Aargauer Unternehmenspreis 2018 bekommen hatte, für einen Fitnessparcours zu verwenden, war laut Bieri aus den Reihen der zuvor schon sportlichen Gemeindeammänner gekommen. «Es sollte etwas für die Mitarbeitenden und auch für die Bevölkerung sein.» Zwar hat die Summe kaum für die Beschilderung des am Aare-Ufer entlangführenden Weges gereicht. Doch was fehlte, zahlte die Zementi aus der eigenen Tasche. So auch die Trimmfit-Station, an der Läufer sich dehnen und die Muskulatur geschmeidig machen können, ehe sie sich auf den Parcours wagen. Der frühere Schweizer Leichtathlet und Rekordsprinter Dollé stand am Samstag an diesem Posten. Und viele nahmen die Gelegenheit wahr, sich durch ihn fitnesstechnisch auf den neuesten Stand zu bringen. 

 

«Das Beste gegen Stress»

Vor den Ammännern hatten sich am Samstagvormittag schon 293 Läufer auf die Strecke begeben. Mit der eigenen Zeit im Hinterkopf galt es nun abzuschätzen, wie viel mehr oder weniger die fünf Gemeindeammänner brauchen. Zu wetten war bis 14 Uhr Gelegenheit. Die drei, welche die Differenz am genauesten schätzten, gewannen Gutscheine im Wert von zusammen 600 Franken. Doch ob Gewinner oder nicht: Am Ende konnte wohl jeder Herbert Anderegg zustimmen: «Eine gelungene Aktion zum Mitmachen, zum Fitwerden und zur Begegnung.» Und ganz gleich, wie lange man für die Strecke brauchte, machten alle die Erfahrung, die Möriken-Wildeggs Gemeindeammann Reinhart so zusammenfasste: «Das Beste gegen Stress, vor allem wenn man in seiner so reizvollen Landschaft laufen kann.» Wobei es nicht nur am Vormittag wettertechnisch glücklich ablief, sondern auch während des nachmittäglichen Ammänner-Laufes. Ein Platzregen ging erst herunter, als diese schon in der Festwirtschaft auf der Bühne standen, um sich feiern zu lassen und aus den Händen von Doris Balmer, Assistentin der Geschäftsleitung, Blumensträusse entgegenzunehmen.

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