Die Faszination der rollenden Kugeln

Die Kugelbahn sorgt generationenübergreifend für Begeisterung. Das Schweizer Kindermuseum in Baden widmete ihr ein ganzes Wochenende.

Gespanntes Warten: Wo kommt wohl die Kugel heraus?
Gespanntes Warten: Wo kommt wohl die Kugel heraus? (Bilder: isp)

von
Isabel Steiner Peterhans

20. März 2019
08:55

Kugelbahnen gibt es aus Holz, Papier, Metall oder gar Kunststoff. Sie sind so konzipiert, dass eine Kugel allein aufgrund der Schwerkraft einen vorgegebenen Parcours durchläuft. Beim Umgang mit einer Kugelbahn werden spielerisch räumliche Wahrnehmung, kognitive Fähigkeiten und Motorik gefördert. Aber das interessiert an diesem Sonntagvormittag Joel aus Lenzburg eigentlich gar nicht. Begeistert wickelt er Unmengen von Klebeband ab und pappt damit eine Kartonröhre an die andere, um diese zu verbinden. Ziel wäre es eigentlich, eine eigene Kugelbahn zusammenzubauen, erklärt er stolz. «Dieses Wochenende steht ganz im Zeichen eines Festivals», sagt später Daniel Kaysel, Leiter des Schweizer Kindermuseums. «Eines für die Kugelbahn. Ein Klassiker schlechthin.» Alle Besucher sind an diesem zweitägigen Event dazu eingeladen, zusammen an einer gros­sen Kugelbahn aus verschiedenen Kartonröhren zu bauen. So entsteht ein riesiges Gebilde, das aus der Kreativität und Handfertigkeit vieler einzelner Baukünstler gefertigt ist. Ilona Andraskay ist mit ihrem Sohn Miro aus Zürich angereist und verrät, dass in ihrer Vier-Zimmer-Wohnung «kugelbahnmässig» manchmal der Notstand ausbreche. «Unser Sohn baut seine komplette Konstruktionen quer durch unsere ganze Wohnung. Durch das Tablar des Büchergestells, vorbei am Bügelbrett, über den Salontisch, teilweise sogar zum Fenster raus, damit die Bahn an Höhe gewinne. Und wenn der Grossvater noch mithilft, wird eine Kugelbahn gerne mal 50 Meter lang, denn es gibt vorfabrizierte fixfertige Baukastensysteme», so die Zürcherin. «Lediglich die Küche ist Tabuzone» ergänzt  sie. «Diese ist dann mein Revier.»

  • Aaron, Fislisbach: «Die ganz lange Werkstattbahn hat mir bis jetzt am besten gefallen. Bei meinem Grosi zu Hause spiele ich oft mit der Holzkugelibahn, die sicher über 40 Jahre alt ist. Mein Mami hat nämlich schon damit gespielt.»
    Aaron, Fislisbach: «Die ganz lange Werkstattbahn hat mir bis jetzt am besten gefallen. Bei meinem Grosi zu Hause spiele ich oft mit der Holzkugelibahn, die sicher über 40 Jahre alt ist. Mein Mami hat nämlich schon damit gespielt.»
  • Marcelo Muniz, Wald ZH: «Unser Sohn Rafael hat sich gewünscht, dass wir gemeinsam eine Kugelbahn konstruieren. Zu hause haben wir sogar extra einen Plan dafür ausgearbeitet. Mal schauen, ob wir das jetzt auch hinkriegen.»
    Marcelo Muniz, Wald ZH: «Unser Sohn Rafael hat sich gewünscht, dass wir gemeinsam eine Kugelbahn konstruieren. Zu hause haben wir sogar extra einen Plan dafür ausgearbeitet. Mal schauen, ob wir das jetzt auch hinkriegen.»
  • Sophie, Buchs ZH mit Gotti Fabienne Bisig: «Ich löse heute mit meinem Gotti das Geburigeschenk ein. Das Museum finden wir beide cool. Jetzt hole ich mir Ideen, um dann in der Werkstatt selber eine Kugelibahn zu bauen.»
    Sophie, Buchs ZH mit Gotti Fabienne Bisig: «Ich löse heute mit meinem Gotti das Geburigeschenk ein. Das Museum finden wir beide cool. Jetzt hole ich mir Ideen, um dann in der Werkstatt selber eine Kugelibahn zu bauen.»
  • Miro Andraskay, Zürich: «Seit meinem zehnten Lebensjahr baue ich komplexe Kugelbahnen. Ich finde es interessant, dass man mit allen möglichen Materialien arbeiten kann und dass ich im Voraus nicht weiss, wie die Bahn am Ende aussieht.»
    Miro Andraskay, Zürich: «Seit meinem zehnten Lebensjahr baue ich komplexe Kugelbahnen. Ich finde es interessant, dass man mit allen möglichen Materialien arbeiten kann und dass ich im Voraus nicht weiss, wie die Bahn am Ende aussieht.»
  • Anna Sterzinger, Niederrohrdorf: «Ich arbeite im Kindermuseum. Das Kugelbahn-Festival macht selbst mir enormen Spass. Ich bin dafür verantwortlich, dass keine Murmelis abhauen, und unterstütze die kleinen Konstrukteure beim Bauen.»
    Anna Sterzinger, Niederrohrdorf: «Ich arbeite im Kindermuseum. Das Kugelbahn-Festival macht selbst mir enormen Spass. Ich bin dafür verantwortlich, dass keine Murmelis abhauen, und unterstütze die kleinen Konstrukteure beim Bauen.»

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