Eindrückliches Zeitdokument geschaffen

Drei Kantischülerinnen gehen mit ihrer Maturarbeit auf Spurensuche. Entstanden ist ein Dokfilm über die Zeit, als Baden in Bewegung war.

Sie haben das Thema der Badener Jugendbewegung für ihre Maturaarbeit gewählt, v. l.: Norma De Min, Julia Hunkeler und Selina Gruber
Sie haben das Thema der Badener Jugendbewegung für ihre Maturaarbeit gewählt, v. l.: Norma De Min, Julia Hunkeler und Selina Gruber (Bilder: isp)

von
Isabel Steiner Peterhans

08. November 2018
09:00

«Wenn wir in Baden im Ausgang sind, fragen wir uns oft, wie wohl die jungen Leute von damals ihre Freizeit verbrachten und ob es in Baden überhaupt kulturelle Möglichkeiten und Veranstaltungen gab», sagen die Kantischülerinnen Julia Hunkeler, Norma De Min und Selina Gruber. «Dem wollten wir nachgehen und haben daraus unsere Maturarbeit gemacht.» 

Entstanden ist dabei der einstündige Dokumentarfilm «Ikuzeba – Baden in Bewegung». Dieser erzählt die Geschichte der Badener Jugendbewegung «Ikuzeba». Er basiert auf eindrücklichem Archivmaterial und etlichen persönlichen Schilderungen von damals aktiven Beteiligten. Denn als Baden «brannte», war die Stadt eher durch eine etablierte Kultur dominiert. Einen Ort, wo Jugendliche ihre eigene Kultur ausleben konnten, gab es nicht. Im Archiv beim Schweizer Fernsehen SRF wurden die drei Filmemacherinnen mehrheitlich fündig. Danach galt es, aus diesen Aufnahmen ein Gesamtwerk zu machen. «Bildmaterial richtig zusammenzuschneiden, ist eine anspruchsvolle ­Sache», bestätigt Julia Hunkeler schmunzelnd. «Ich habe so ganz nebenbei einen ‹Crash-Kurs› im Filmemachen gemacht.»

An der Badener Uraufführung vergangene Woche im Royal waren etliche Protagonisten vor Ort; unter anderem alt Stadtammann Josef Bürge, die ehemalige Stadträtin Pia Brizzi, Attila Herendi, Künstler und Ex-Mitglied der «Ikuzeba», sowie Manuela Gauch, Daniele De Min und Markus Widmer, allesamt Gründungsmitglieder der «Ikuzeba» Sie freuten sich über das aufschlussreiche Zeitdokument. 

Inzwischen ist der Dokumentarfilm zur Benotung eingereicht. Weitere Filmvorführungen sind nicht in Planung.

  • Andrea Gruber: Ich bin selbst Mutter einer der Maturandin und stolz darauf, was alle geleistet haben. Mit der Filmdokumentation hinterlassen sie Spuren. Das Projekt hat dem eigenen Selbstvertrauen Schub gegeben.
    Andrea Gruber: Ich bin selbst Mutter einer der Maturandin und stolz darauf, was alle geleistet haben. Mit der Filmdokumentation hinterlassen sie Spuren. Das Projekt hat dem eigenen Selbstvertrauen Schub gegeben.
  • Josef Bürge: Als ich angefragt wurde, im Film mitzuwirken, habe ich sofort zugesagt. Ich staune, wie professionell strukturiert das Dreierteam war. Veränderungen brauchen nun halt mal Bewegung und Bewegte!
    Josef Bürge: Als ich angefragt wurde, im Film mitzuwirken, habe ich sofort zugesagt. Ich staune, wie professionell strukturiert das Dreierteam war. Veränderungen brauchen nun halt mal Bewegung und Bewegte!
  • Manu Gauch: Ich bin sicher eine der Schlüsselfiguren der damaligen Zeit. Vielleicht haben wir bei unseren Kindern doch etwas gut gemacht, dass sie sich so für unsere politische Vergangenheit interessieren.
    Manu Gauch: Ich bin sicher eine der Schlüsselfiguren der damaligen Zeit. Vielleicht haben wir bei unseren Kindern doch etwas gut gemacht, dass sie sich so für unsere politische Vergangenheit interessieren.
  • Alexandra Fischer: Wir von der Betriebsleitung Royal wollten den Film unbedingt hier zeigen. Schliesslich ist das Royal (beinahe) das Resultat der damaligen Bewegung. Die Ehemaligen von «Ikuzeba» treffen sich auch heute noch hier.
    Alexandra Fischer: Wir von der Betriebsleitung Royal wollten den Film unbedingt hier zeigen. Schliesslich ist das Royal (beinahe) das Resultat der damaligen Bewegung. Die Ehemaligen von «Ikuzeba» treffen sich auch heute noch hier.
  • Armin Junghardt: Ich wurde zur Uraufführung eingeladen. Die Geschichte haben die Drei perfekt und übersichtlich zusammenfasst. «Ikuzeba» ist aber an mir vorbeigegangen. Damals wohnte ich in Wettingen und war eher studienorientiert.
    Armin Junghardt: Ich wurde zur Uraufführung eingeladen. Die Geschichte haben die Drei perfekt und übersichtlich zusammenfasst. «Ikuzeba» ist aber an mir vorbeigegangen. Damals wohnte ich in Wettingen und war eher studienorientiert.

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