Elf «Lotto-Gewinne» für die stolzen Eltern

11, 5, 13, 4, 15 – das sind nicht etwa die Lotto-Gewinnzahlen, sondern die Bäume, die in den letzten fünf Jahren jeweils für Freienwiler Neugeborene gepflanzt wurden. Ein Brauch, der sehr geschätzt wird.

Die elf jüngsten Freienwilerinnen und Freienwiler feierten das Baumpflanzen mit ihren Familien
Die elf jüngsten Freienwilerinnen und Freienwiler feierten das Baumpflanzen mit ihren Familien (Bilder: is)

von
Ilona Scherer

30. Oktober 2018
16:35

Auffällig an dieser Statistik ist: Alle zwei Jahre scheint das Dorf «fruchtbarer» zu sein, konnten doch 2014, 2016 und 2018 immer mehr als zehn Hochstamm-Obstbäume gesetzt werden. Dafür waren es 2015 und 2017 nur gerade vier respektive fünf. 

Am letzten Samstag im Oktober konnte die Umweltkommission der Gemeinde nun wieder elf Familien zur traditionellen Baumpflanzaktion begrüssen. «Der Schulbetrieb in unserem Dorf ist damit weiterhin sichergestellt», freute sich Gemeinderat Urs Rey, als er die «künftigen Klassenkameraden» mit einem Schmunzeln begrüsste. Das Interesse am Anlass war gross: Gut 60 Mütter und Väter, Geschwister, Grosseltern und Gotten oder Göttis fanden sich am Kirchweg 9 ein, um dem feierlichen Akt beim Pro-Specie-Rara-Obstgarten von Gertrud und Robert Burger-Müller beizuwohnen. 

Nach dem Apéro, den dieses Jahr die neue Kita «Pop e poppa» ausschenkte, ging es zur Sache: Mit Unterstützung des Naturschutzvereins, der Landeigentümer und der Eltern wurden die von den Ortsbürgern gespendeten Setzlinge an verschiedenen Orten im Dorf eingepflanzt. Dort werden sie in den kommenden Jahren zu stolzen Hochstämmern heranwachsen, die nicht nur den Familien Freude bereiten, sondern auch Lebensraum für zahlreiche Vogelarten und andere Tiere bieten, die sich auf Bäumen aufhalten. Damit sind sie nicht nur für die Familien, sondern auch für die Natur wie ein Sechser im Lotto.

  • Stephan Nolden: In unserem Dorf nahe Waldshut wird für den Stammhalter jeweils eine Tanne gesetzt. So ein Brauch stärkt die Gemeinschaft, zudem lernt man neue Leute kennen. Meine elfmonatige Enkelin Mia wohnt mit ihrer Familie erst seit letztem Jahr hier.
    Stephan Nolden: In unserem Dorf nahe Waldshut wird für den Stammhalter jeweils eine Tanne gesetzt. So ein Brauch stärkt die Gemeinschaft, zudem lernt man neue Leute kennen. Meine elfmonatige Enkelin Mia wohnt mit ihrer Familie erst seit letztem Jahr hier.
  • Brendan Howden und Jasmin Eggimann: Einen Monat nachdem wir im Mai nach Freienwil zogen, kam unser Sohn Maleo zur Welt. Wir hatten eigentlich selbst vor, einen Baum für ihn zu setzen. Dann erzählte unser Vermieter von diesem Brauch. Nun steht ein Baum in unserem Garten – toll!
    Brendan Howden und Jasmin Eggimann: Einen Monat nachdem wir im Mai nach Freienwil zogen, kam unser Sohn Maleo zur Welt. Wir hatten eigentlich selbst vor, einen Baum für ihn zu setzen. Dann erzählte unser Vermieter von diesem Brauch. Nun steht ein Baum in unserem Garten – toll!
  • Julia und Sina Conrad: Eine coole Sache, weil man damit auch der Natur Gutes tut. Zudem gefällt uns die Symbolik von der Geburt eines Kindes und dem Pflanzen eines Baumes. Wir hoffen, dass der Kirschbaum für unseren zwei Monate alten Jaro viele Früchte tragen wird.
    Julia und Sina Conrad: Eine coole Sache, weil man damit auch der Natur Gutes tut. Zudem gefällt uns die Symbolik von der Geburt eines Kindes und dem Pflanzen eines Baumes. Wir hoffen, dass der Kirschbaum für unseren zwei Monate alten Jaro viele Früchte tragen wird.
  • Melina Hatziapostolu: Für uns von der Kita «Pop e poppa» ist der Anlass eine gute Möglichkeit, Kontakt zu den Familien und den Behörden zu pflegen. Die Eltern waren sehr interessiert und haben viele Fragen zu unserem Betreuungsangebot gestellt. Ein schöner Brauch!
    Melina Hatziapostolu: Für uns von der Kita «Pop e poppa» ist der Anlass eine gute Möglichkeit, Kontakt zu den Familien und den Behörden zu pflegen. Die Eltern waren sehr interessiert und haben viele Fragen zu unserem Betreuungsangebot gestellt. Ein schöner Brauch!
  • Rico von Känel: Als Ornithologe liegen mir die Hochstammbäume besonders am Herzen, weil sie bis zu 35 Vogelarten Nahrung oder Nistmöglichkeit bieten. In 26 Jahren wurden in Freienwil schon rund 200 Hochstämmer gepflanzt.
    Rico von Känel: Als Ornithologe liegen mir die Hochstammbäume besonders am Herzen, weil sie bis zu 35 Vogelarten Nahrung oder Nistmöglichkeit bieten. In 26 Jahren wurden in Freienwil schon rund 200 Hochstämmer gepflanzt.

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Kommentar erstellen

Eine grosse Herausforderung

Unter der Regie von Christa Crausaz präsentiert die Theatergruppe Bözberg ein... Weiterlesen

Eindrückliches Zeitdokument geschaffen

Drei Kantischülerinnen gehen mit ihrer Maturarbeit auf Spurensuche. Entstanden... Weiterlesen

region

Landschaftsgärtner investieren 2,9 Mio.

An einer ausserordentlichen GV der Regionalsektion JardinSuisse Aargau fiel der... Weiterlesen

region

Von Bözen bis Neuenhof: Sänger vereinigt

Der Bezirksgesangsverein Brugg wurde aufgelöst. Er fusioniert mit demjenigen von... Weiterlesen

region

Von Höhenflügen und Abstürzen

Im Proberaum von «Flamencos en route» fand die erste Begegnung von Choreograf... Weiterlesen