«Herbst-Ilütete» am Pfalz-Märt

Die Tage werden kürzer, der Herbst schleicht sich an. Zum Glück gibt es den Pfalz-Märt in Veltheim, um sich auf die kühlere Jahreszeit einzustimmen.

Gemütliches Beisammensein ist ein wichtiger Bestandteil des Markts
Gemütliches Beisammensein ist ein wichtiger Bestandteil des Markts (Bilder: isp)

von
Isabel Steiner Peterhans

11. September 2018
09:55

«Der Pfalz-Märt gehört einfach zum Herbst», witzelt Hans Ott aus Birrhard und gönnt sich einen kräftigen Schluck. «Genau, und ich freue mich riesig über diesen traditionellen Anlass, denn hier treffe ich Leute, die ich sonst unter dem Jahr nicht sehe», doppelt Ruedi Geissmann aus Schinznach-Dorf nach, und die beiden Freunde prosten sich genüsslich zu. Da muss tatsächlich etwas dran sein, an diesem Märt. Über 90 Aussteller waren es diesmal, die einmal mehr aus diesem gewöhnlichen überaus sonnigen Samstag, irgendwie einen besonderen Tag gemacht haben. So konnten die zahlreichen Besucher des 19. Pfalz-Märts sich nicht nur quer durch feinste hiesige Leckereien schlemmen, sie durften auch Drechslern, Käsern, Klöpplerinnen wie auch Korbmachern über die Schultern schauen, aktiv mit dabei sein, als ein Schmied zu Hochform auflief und die Weber ihr präzises Können präsentierten. Ein Kaminfeger gewährte einen interessanten Einblick in seinen Berufsalltag. Kunst, welche aus Stroh- und Rosshaar entstehen kann, begeisterte ebenso wie die witzige Unterhaltung der «Wöschwiiber». 

Für einen «Jööö»-Effekt sorgten aber eindeutig die beiden Berner Sennenhündinnen «Fara» und «Goya», die sich mit ihrem Wägeli einen Weg durch die bunten Martkstände bahnten. Der «Örgeli-Maa» (Werner Fricker), die «Rrätz-Clique» (Brugg) und die Musikgesellschaft Auenstein sorgten für ausgelassene Stimmung. Die kleinen Gäste vergnügten sich beim Karussellfahren oder Ponyreiten. Spätabends, beim Raclette-Plausch in der Märtbeiz, ging so für viele ein wiederum eindrücklicher Märt fröhlich zu Ende, und die eingangs erwähnten Freunde können sich ein ganzes Jahr lang auf den 14. September 2019 (vor)-freuen!

  • Frieda Hartmann, Schinznach-Dorf: Ich bin seit Jahren hier mit meinen selbst gefertigten Körben. Es ist immer ein Erlebnis. Für einen kleinen Korb brauche ich sechs Stunden, das ist eine typische Winterarbeit. Der Märt hat sich kaum verändert.
    Frieda Hartmann, Schinznach-Dorf: Ich bin seit Jahren hier mit meinen selbst gefertigten Körben. Es ist immer ein Erlebnis. Für einen kleinen Korb brauche ich sechs Stunden, das ist eine typische Winterarbeit. Der Märt hat sich kaum verändert.
  • Toni Hodel, OK-Präsident, Veltheim: Wir studieren im Moment über Ideen für den 20. Jubiläums-Märt nach. Schön, dass sich viele «Exil»-Veltheimer hier treffen, die «Wöschwiiber» sind der Hammer, und die «Mostsaison» wird heute eröffnet.
    Toni Hodel, OK-Präsident, Veltheim: Wir studieren im Moment über Ideen für den 20. Jubiläums-Märt nach. Schön, dass sich viele «Exil»-Veltheimer hier treffen, die «Wöschwiiber» sind der Hammer, und die «Mostsaison» wird heute eröffnet.
  • Käthi Ott, Birrhard: Ich kaufe mir jeweils das knusprige frisch gebackene Brot hier am Markt. Die Pfalz-«Atmosphäre» kann man nicht beschreiben, die muss man einfach erlebt haben. Meine Mutter stammt aus diesem Dorf.
    Käthi Ott, Birrhard: Ich kaufe mir jeweils das knusprige frisch gebackene Brot hier am Markt. Die Pfalz-«Atmosphäre» kann man nicht beschreiben, die muss man einfach erlebt haben. Meine Mutter stammt aus diesem Dorf.
  • Tanja Hegi mit Larina, 14 Monate: Ich habe gleich Serviceeinsatz in der Festwirtschaft, die unser Turnverein betreibt. Wir sind vorhin durch den Markt spaziert. Die regionale Vielfalt hier ist eindrücklich. Mich fasziniert vor allem die Mostpresse.
    Tanja Hegi mit Larina, 14 Monate: Ich habe gleich Serviceeinsatz in der Festwirtschaft, die unser Turnverein betreibt. Wir sind vorhin durch den Markt spaziert. Die regionale Vielfalt hier ist eindrücklich. Mich fasziniert vor allem die Mostpresse.
  • Beat Flach, Auenstein: Ich besuchte in Veltheim die Schule und treffe hier viele bekannte Gesichter. Ich bin quasi «Stammgast» hier. Der Markt hat die ideale Grösse: Er ist überschaubar und doch vielfältig und regional. Perfekt!
    Beat Flach, Auenstein: Ich besuchte in Veltheim die Schule und treffe hier viele bekannte Gesichter. Ich bin quasi «Stammgast» hier. Der Markt hat die ideale Grösse: Er ist überschaubar und doch vielfältig und regional. Perfekt!

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Kommentar erstellen

«Ich war keine sehr fleissige Schülerin»

Ihre Laufbahn hat Barbara Loppacher in der Kanti Wettingen gestartet. Inzwischen... Weiterlesen

Die Kolibris unter den Insekten

Hummelschwärmer sind schnelle und geschickte Fluginsekten, ihr Verhalten ähnelt... Weiterlesen

region

Auch mit 80 noch fit und munter

Der Blauring Kirchdorf wurde jüngst achtzig Jahre alt. Die fünf Grundsätze «den... Weiterlesen 0 Kommentare

region

Die Vielfalt der Genetik

In der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach wurde eine neue Ausstellung... Weiterlesen 0 Kommentare

boulevard

Kunst präsentiert sich im Duett

Remy Schärer und Simon Sidler verbindet eine tiefe Freundschaft. Nun machen die... Weiterlesen 0 Kommentare