«Hier trifft man sich»

Die Abendrennen im Brugger Schachen sind bereits in vollem Gange. Sie ziehen Radsportfreunde aus dem ganzen Kanton an.

Im strömenden Regen drehen sie ihre Runden
Im strömenden Regen drehen sie ihre Runden (Bilder: cl)

von
Claudia Marek

05. Juni 2018
09:40

Das Abendrennen am startete am 30. Mai wieder vielversprechend. Die Zuschauer versammelten sich auf der Tribüne. Neben den Hauptrennen standen auch der «Walter Bäni Sprint», das Kilometer-Fahren, auf dem Programm, sowie der Besuch von Ramona Härdi, der Eisschnellläuferin aus Möriken, die im Rahmen des «Walter Bäni Sprints» auf ihren Inlineskates starten wollte. Leider machte das stürmische Wetter den Plänen einen Strich durch die Rechnung. Der Sprint musste abgesagt werden. Aber trotz starkem Regen starteten die Rennen. 

Auch Louis Munk und Nicola Zumsteg vom Verein der Jungradler Sulz-Gansingen fuhren trotz erschwerten Bedingungen ein gutes Rennen und konnten sich den zweiten und dritten Platz ergattern. Die beiden jungen Sportler kommen sehr gerne an das Abendrennen, wie sie berichteten. «Mir gefällt, dass hier viele Leute sind», sagte Louis Munk (10). Seit zwei Jahren ist er Mitglied des Vereins. Nicola Zumsteg ist bereits seit sechs Jahren in dem Verein. Der zwölfjährige Schüler trainiert im Schnitt dreimal die Woche und kommt fast jeden Mittwoch ans Abendrennen. «Je nachdem wieviel Hausaufgaben oder Prüfungen ich habe», so der Sportler. «Ich messe mich gern mit anderen.» Die 16-jährige Alyssa Meier aus Seon übt den Radsport schon länger als ihr halbes Leben lang aus. Sie fährt Mountainbike und ist Mitglied des Fischer Junior MTB Teams. Die Freude am Radsport hat sie von ihrem Vater und ihrem Götti geerbt. «Mein Ziel für heute ist einfach, ein gutes Training zu fahren», sagte sie. Sie habe nach einer Verletzung pausiert und müsse erst wieder reinkommen.

  • Ramona Härdi im Interview mit Stefan Rauber
    Ramona Härdi im Interview mit Stefan Rauber
  • Nicola Zumsteg und Louis Munk
    Nicola Zumsteg und Louis Munk
  • Stefan Rauber
    Stefan Rauber
  • Alyssa Meier
    Alyssa Meier
  • Bruno Hubschmid
    Bruno Hubschmid

Das Abendrennen ist ein gesellschaftlicher Anlass und für viele Freunde des Radsports zur Tradition geworden. Das bestätigte Stefan Rauber, OK-Präsident. «Hier trifft man sich», sagte er. Es wäre für den Radsport ein Schlag, wenn es das Abendrennen nicht mehr gäbe», so Rauber. Er ist für das Rahmenprogramm zuständig. Neben dem Hauptrennen gibt es jeweils zusätzliche Attraktionen. Wie der Inlineskate-Lauf von Ramona Härdi. Obwohl dieser ins Wasser fiel, stand sie beim Radrennen am Start. Es sei üblich, dass Eisschnellläufer im Sommer auf dem Velo trainieren, erzählte sie im Interview mit Stefan Rauber. Die Sportlerin ist von Möriken nach Holland gezogen, dort habe sie optimale Bedingungen für ihre Profikarriere. Ihr Ziel sei, an der nächsten Olympiade wieder an der Startlinie zu stehen. An der letzten Olympiade ist sie leider in der vierten von 16 Runden gestürzt. 

Die Strecke bietet den Rennfahrern ein optimales Training unter Wettkampfbedingungen. Bruno Hubschmids beachtliche Karriere liegt ein paar Jahre zurück. Er wurde fünf Mal Schweizer Meister. Und an der Weltmeisterschaft 68 und 69 machte er den zweiten und dritten Platz. Heute ist er regelmässiger Gast an den Abendrennen und geniesst das Zusammensein mit Gleichgesinnten. 

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