Kurpark im Sommernachtstraum

Die «Ausser Haus»-Saison­eröffnung des Kurtheaters fand tatsächlich draussen statt. Shakespeare rockte auf modernste Weise den Kurpark.

Die Zuschauer warten gespannt auf den Beginn der Vorstellung
Die Zuschauer warten gespannt auf den Beginn der Vorstellung (Bilder: isp)

von
Isabel Steiner Peterhans

12. September 2018
09:00

Die Theaterverantwortlichen haben Wort gehalten, die erste «Ausser Haus»-Vorstellung des Kurtheaters fand im Freien statt. Passender hätte das auch nicht sein können. Der freischaffende Regisseur, Elias Perrig, hat für sein Stück nämlich den Wald als Austragungsort ausgesucht. Die neunköpfige Theatertruppe lief, auch trotz des Regensprutzes, in der zweiten Theaterhälfte zu Hochform auf. Sie verpasste den teilweise eher schwierig einzuordnenden Dialogen Shake­speares einen modernen, auch Soap-ähnlichen «Touch», was vor allem das jüngere Publikum sehr schätzte. Auch so geht Shakespeare. Ein junger Theaterbesucher durfte auch gleich selber aktiv werden und eine Wand spielen, und dass sich Liebeskummer mit einem «Mückenspray» vertreiben lässt, wird sich sicher der eine oder andere merken. «Wir haben das tollste Publikum», schwärmten Lara Albanesi, welche die Kaufmännische Leitung und die Gesamtleitung inne hat sowie die Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Katja Stier Steinbrüchel, Presse und Öffentlichkeitsarbeit, im Anschluss an die Vorstellung begeistert und zupfen an ihren Regenpelerinen. «Sie ziehen mit uns mit, sind wetterfest und äusserst flexibel.» Genau, denn die nächsten paar Monate verteilt sich das Kurtheater in der ganzen Stadt Baden.

  • Hans Schibli: Ich besitze das Theater-Abonnement und besuche zum allerersten Mal eine Aufführung im Freien. Ein Erlebnis. Da die Plätze nicht reserviert sind, steht meine Tochter für uns in der Schlange an.
    Hans Schibli: Ich besitze das Theater-Abonnement und besuche zum allerersten Mal eine Aufführung im Freien. Ein Erlebnis. Da die Plätze nicht reserviert sind, steht meine Tochter für uns in der Schlange an.
  • Johanna Müller: Ich kenne einen Mitarbeiter der Theater-Crew und wurde zur Aufführung eingeladen. Ich freue mich riesig. Seit fünf Monaten bin ich Mutter, heute ist mein erster «Ausgangsabend», und den verbringe ich mit Shakespeare.
    Johanna Müller: Ich kenne einen Mitarbeiter der Theater-Crew und wurde zur Aufführung eingeladen. Ich freue mich riesig. Seit fünf Monaten bin ich Mutter, heute ist mein erster «Ausgangsabend», und den verbringe ich mit Shakespeare.
  • Adrienne Develey: Bin sehr «theateraktiv», da ich einer Interessengemeinschaft für Theater angehöre. Wir schauen uns das Stück an, weil wir nur Gutes vom Regisseur gehört haben. Theater draus­sen ist inspirierend.
    Adrienne Develey: Bin sehr «theateraktiv», da ich einer Interessengemeinschaft für Theater angehöre. Wir schauen uns das Stück an, weil wir nur Gutes vom Regisseur gehört haben. Theater draus­sen ist inspirierend.
  • Arta Selmani: In meiner Klasse nehmen wir gerade Shakespeare durch. Da macht es Sinn, sich auch ein Stück anzusehen. Der moderne Touch, sprachlich vor allem, finde ich genial. Das Theater ist spannender als das Buch.
    Arta Selmani: In meiner Klasse nehmen wir gerade Shakespeare durch. Da macht es Sinn, sich auch ein Stück anzusehen. Der moderne Touch, sprachlich vor allem, finde ich genial. Das Theater ist spannender als das Buch.
  • Ruth Wiederkehr: Ich sass in der ersten Reihe, und als es zu regnen begann, rochen die Holzschnitzel der Theaterkulisse enorm intensiv. Das war Theater mit allen Sinnen erleben. Das Saisonprogramm ist überwältigend.
    Ruth Wiederkehr: Ich sass in der ersten Reihe, und als es zu regnen begann, rochen die Holzschnitzel der Theaterkulisse enorm intensiv. Das war Theater mit allen Sinnen erleben. Das Saisonprogramm ist überwältigend.

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