Mit dem Segway durch die Zementfabrik

Safari der anderen Art: Statt Bananenblätter und Wildtiere gewährte die Jura-Cement-Fabrik Wildegg einen Einblick in die Zementproduktion.

Mit dem Segway kann das grosse Areal der Jura-Cement-Fabriken AG bequem erkundet werden
Mit dem Segway kann das grosse Areal der Jura-Cement-Fabriken AG bequem erkundet werden (Bilder: sit)

von
Saskia Iten

13. Juni 2018
09:00

Der rot-weiss gestreifte Hochkamin ragt beinahe wie ein Wahrzeichen in den Himmel über Wildegg. Manchmal steigt eine dünne Dampfwolke aus dem Rohr, das von grauen Betongebäuden umgeben ist. Es handelt sich um die Jura-Cement-Fabrik. Doch wie sieht das Werkareal von innen aus, an jenem Ort, der für die Öffentlichkeit ohne Befugnis nicht zugänglich ist? Und wie geht das weltweit tätige Unternehmen auf die ökologischen Ansprüche der Region ein? Dies wurde den rund 160 Gästen am 7. und 8. Juni während einer Rundführung mit dem Segway veranschaulicht. Sieben Fachpersonen erklärten unterwegs an verschiedenen Posten mehr über die nachhaltigen Technologien.

 

Safari durch das Werkareal

«Wir wollen nicht einfach ein grauer Klotz namens ‹Zementfabrik› sein – deshalb ist es für die Gäste bestimmt spannend, die Fabrik einmal aus einer anderen Perspektive zu entdecken», sagt Vanessa Wippich, Mitorganisatorin der «ECO-Safari». Das findet die Grossrätin Barbara Portmann eine lässige Idee. «So kann man das Areal in angenehmer Geschwindigkeit erkunden.» Sie besucht die JCF Wildegg zwar nicht zum ersten Mal – trotzdem findet Portmann die Dimensionen der Anlage immer wieder imposant. Sie sei sehr überrascht davon, wie sich die JCF dafür einsetze, Emissionen und Stromverbrauch – trotz einer eher als unökologisch bekannten Produk­tionsart – zu reduzieren. 

Sicherheitshelm auf, Leuchtweste an, mit beiden Füssen auf den Segway stehen und das Gewicht leicht nach vorne verlagern. Nicht nur dem Grossrat Martin Keller ist das Gefährt anfangs etwas suspekt – doch nach einer kurzen Testfahrt sind jegliche Bedenken verschwunden. «Das ist viel einfacher, als ich mir vorgestellt habe», stellt er fest. Während Keller mit seiner Gruppe durch das Gelände fährt, entdeckt auch er als ehemaliger Mitarbeiter zahlreiche Neuerungen. Besonders eindrücklich findet er das Bahnterminal, an dem Aushubmaterial angeliefert und über ein 2,5 Kilometer langes Förderband direkt zum Abwurfort weitertransportiert wird. 

  • Barbara Portmann
    Barbara Portmann
  • Ernst Hochstrasser
    Ernst Hochstrasser
  • Martin Keller
    Martin Keller
  • Vanessa Wippich
    Vanessa Wippich

Nachhaltige Zementproduktion

«Der Steinbruch gehört für mich zu Auenstein wie die Kirche zum Dorf», sagt der Auensteiner Ortsbürger Ernst Hochstrasser. Als Sympathisant der JCF war für ihn sofort klar, dass er der Einladung zur ECO-Safari folgen wird. Für das ökologische Engagement wurde die JCF dieses Jahr mit dem Aargauer Unternehmenspreis in der Kategorie Industrie- und Produktionsunternehmen ausgezeichnet. Hochstrasser meint: «Ich bin mir bewusst gewesen, dass die JCF viel für die Nachhaltigkeit tut – aber nicht in diesem Ausmass.» Das Unternehmen produziert nicht nur Zement, sondern legt auch einen wichtigen Grundstein für eine nachhaltige Zementwirtschaft.

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