Rasant wirbelnde Situationskomik

Die schwungvolle Komödie «Othello darf nicht platzen» feiert am 8. Februar Premiere in der Dorfturnhalle Windisch. Die Crew probt mit viel Leidenschaft.

Emotionen pur zwischen Liebe und Eifersucht. «Othello» verspricht viele schauspielerische Höhepunkte
Emotionen pur zwischen Liebe und Eifersucht. «Othello» verspricht viele schauspielerische Höhepunkte (Bilder: cl)

von
Claudia Marek

06. Februar 2019
09:00

Am 8. Februar geht der Vorhang auf für das Gourmet-Theater «Othello darf nicht platzen». Die Zuschauer erwartet beste Unterhaltung. Bei dem Stück handelt es sich um eine schwungvolle Komödie rund um die Bretter, die die Welt bedeuten, um die hohe Kunst der Musik und die Liebe. Bei einem Besuch bei den Proben am 30. Januar in der «Sonne» Windisch wird jede Szene durchgespielt.

Elke Delimar beschreibt ihre Rolle als Maria, die Ehefrau des Opernstars Tito Merelli. «Ich bin die impulsive eifersüchtige Gattin des Tenors. Ich ärgere mich, weil er zu viel isst und trinkt, gleichzeitig vergöttere ich ihn, so wie alle weiblichen Wesen», erzählt sie und verdreht die Augen. «Hinter jeder Tür stosse ich auf die holde Weiblichkeit, die ihn anhimmelt und jederzeit bereit ist, sich ihm an den Hals zu werfen. Dauernd streiten wir, dabei wollte ich doch einfach ein paar schöne Tage in Griechenland verbringen.» Elke Delimar lacht. Die Rolle macht ihr Spass. «Passt scho», sagt sie, «auf der Bühne kann ich mich austoben.»

Mit der Liebe beschäftigt sich auch Maggie (Janine Hauser). Sie ist die Tochter des Operndirektors Saunders und mit Max (Joel Dätwyler) liiert. So eng sieht sie die Sache mit Max aber nicht, im Hinblick auf den erwarteten Besuch des Opernstars. «Ich mag mich noch nicht so festlegen, Max ist lieb und nett, aber ich bin jung und will noch Erfahrungen sammeln», so der Tenor der Maggie. Tito Merelli sei ihr nicht unbekannt, sagt sie augenzwinkernd, «ich erhoffe mir durchaus mehr». Derweilen Max gerade andere Sorgen hat als die abschweifenden Liebesgedanken seiner Freundin. Ich bin eigentlich «en arme Siech», sagt Joel Dätwyler über Max. «Immer wenn etwas schwierig für den Operndirektor wird, muss ich ihm aus der Patsche helfen.»

  • Saunders (Erwin Britschgi)
    Saunders (Erwin Britschgi)
  • Maria (Elke Delimar)
    Maria (Elke Delimar)
  • Max (Joel Dätwyler)
    Max (Joel Dätwyler)
  • Maggie (Janine Hauser)
    Maggie (Janine Hauser)

Und eng wird es für den Direktor tatsächlich, denn der Startenor taucht nicht auf. So kommt er auf eine absurde Idee. Er verlangt von Max, die Rolle des Opernstars zu übernehmen. Natürlich schafft dies neue Probleme. Nachdem der Startenor doch noch erscheint, kommt es zu skurrilen Verwechslungen. Die Zuschauer können sich auf absurde und rasant wirbelnde Situationskomik freuen.

Die Schweizer Bühnenfassung des Stücks stammt aus der Feder von Regisseur Erwin Britschgi. Damals hätte er nicht gedacht, dass er das Stück einmal selber inszenieren würde. Er freut sich, dass er für dieses «Hammerstück» ein erlesenes Ensemble zusammenstellen konnte. Neben seiner Tätigkeit als Regisseur spielt Britschgi selber auch. Er hat die Rolle des Operndirektors Saunders übernommen. «Ein Choleriker, pietätlos und grob», beschreibt er ihn. Als Regisseur sieht er seine Hauptaufgabe darin, die Schauspieler am richtigen Platz einzusetzen. «Und zu erkennen, zu was jede Person fähig ist, und dies bei ihr abzuholen,» doppelt er nach.

www.freilicht-spektakel.ch 

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