Recycling auf spielerische Weise

Nicht alles muss gleich im Müll landen. Der Badener Kinderflohmarkt ermöglicht Kindern, dem Wegwerf-Konsumverhalten anders zu begegnen.

Buntes Kinderflohmarkttreiben: Die Kinder bessern ihr Taschengeld auf und verkaufen lieber statt wegzuwerfen
Buntes Kinderflohmarkttreiben: Die Kinder bessern ihr Taschengeld auf und verkaufen lieber statt wegzuwerfen (Bilder: sbs)

von
Suzana Senn-Benes

13. Juni 2018
09:00

Der Wegwerfgesellschaft zum Trotz, es gibt sinnvollere Wege und ein sympathischeres Recycling, statt Abfallberge zu türmen. Das bewies erneut der bereits fünfte Kinderflohmarkt auf dem Theaterplatz in Baden. Am Wochenende herrschte dort ein geschäftiges Markttreiben. Bei Sonnenschein und guter Laune verkauften 60 Kinder ihre Spielsachen. Die Stadt Baden macht das möglich, denn die Kinder sollen auf diesem Weg für einen nachhaltigen Konsum sensibilisiert werden. Sie sollen am Alten wieder Freude finden. Die Stadtökologie setzt auf diese Weise auch Zeichen, der heutigen Generation das Gespür für ihre Umwelt näherzubringen. Ungebrauchte Ware muss nicht zwingend entsorgt werden. Diese kann wiederverkauft oder verschenkt werden. Früh übt sich mit dem korrekten Konsumverhalten – die Nachkommen sollen es später als Selbstverständlichkeit ansehen, dass im Kehricht nur noch echter Müll deponiert werden soll. Schliesslich kann doch ein Märchenbüchlein viele Kinderherzen erfreuen und braucht nicht nach einer Generation gleich weggeworfen zu werden. Schade um die gefällten Bäume, welche wiederum Leben bedeuten. Nicht von heute auf morgen lässt sich das Konsumverhalten ändern, doch wenn die Grossen als Vorbilder dienen, kann ein Umdenken stattfinden und einen Nachhaltigkeitsaspekt hervorrufen.

  • Tyana, 12: Ich bin schon das dritte Jahr dabei. Mir gefällt es hier mit all den Kindern. Ich verkaufe Kleider, Spielsachen und Kuscheltiere. Das verdiente Geld möchte ich sparen. Worauf, weiss ich im Moment noch nicht.
    Tyana, 12: Ich bin schon das dritte Jahr dabei. Mir gefällt es hier mit all den Kindern. Ich verkaufe Kleider, Spielsachen und Kuscheltiere. Das verdiente Geld möchte ich sparen. Worauf, weiss ich im Moment noch nicht.
  • Maja, 13: Ich bin nicht das erste Mal da. Komme immer wieder gerne. Mit dem Verkauf meiner alten Bücher und Spielsachen kann ich mein Taschengeld aufbessern. Freue mich, am Nachmittag mit meinen Freundinnen shoppen zu gehen.
    Maja, 13: Ich bin nicht das erste Mal da. Komme immer wieder gerne. Mit dem Verkauf meiner alten Bücher und Spielsachen kann ich mein Taschengeld aufbessern. Freue mich, am Nachmittag mit meinen Freundinnen shoppen zu gehen.
  • Louis, 10: Ich finde es toll, meine alten Sachen zu verkaufen. Ich spare für eine Japanreise. Doch jetzt habe ich mein Geld schon für Paninis ausgegeben. So hoffe ich, dass ich in zwei Jahren nach Japan reisen kann.
    Louis, 10: Ich finde es toll, meine alten Sachen zu verkaufen. Ich spare für eine Japanreise. Doch jetzt habe ich mein Geld schon für Paninis ausgegeben. So hoffe ich, dass ich in zwei Jahren nach Japan reisen kann.
  • Ruben, 8: Mein Ziel ist es, Geld im Kässeli zu haben, denn Wünsche habe ich viele. Ab und zu biete ich in unserer Strasse den Spaziergängern ein Sandwich für einen Franken an. Deshalb spare ich jetzt mal für einen Sandwich-Toaster.
    Ruben, 8: Mein Ziel ist es, Geld im Kässeli zu haben, denn Wünsche habe ich viele. Ab und zu biete ich in unserer Strasse den Spaziergängern ein Sandwich für einen Franken an. Deshalb spare ich jetzt mal für einen Sandwich-Toaster.
  • Max, 7: Wir haben schon eine ganze Runde gemacht und viel gesehen. So eine Armbrust habe ich mir schon lange gewünscht und hier gefunden. Mein Bruder fand Lego, Puzzles und Bücher. Natürlich freuen wir uns, etwas gefunden zu haben.
    Max, 7: Wir haben schon eine ganze Runde gemacht und viel gesehen. So eine Armbrust habe ich mir schon lange gewünscht und hier gefunden. Mein Bruder fand Lego, Puzzles und Bücher. Natürlich freuen wir uns, etwas gefunden zu haben.

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