Siegerballon flog nach Österreich

Am 30. November fand die Preisübergabe des diesjährigen Jugendfest-Ballonwett­fluges in Brugg statt. Der Siegerballon flog 576 Kilomenter weit.

Die Kinder der Montessori-Tagesschule singen als Einstimmung auf die Preisverleihung eingängige Lieder
Die Kinder der Montessori-Tagesschule singen als Einstimmung auf die Preisverleihung eingängige Lieder (Bilder: cl)

von
Claudia Marek

04. Dezember 2018
11:15

Die Preisübergabe des Ballonwettflugs findet jedes Jahr an dem Ort statt, an dem das Siegerkind zur Schule geht. Zum ersten Mal fand die Preisübergabe in der Tagesschule Montessori statt. Tims Ballon flog 576 Kilometer weit. Fast doppelt so weit wie der Zweitplatzierte. Den zweiten Platz machte Luis-Felipe aus der ersten Bezirksschule, und den dritten Platz belegte Stefan aus der dritten Klasse der Primarschule aus dem Schulhaus Au Erle.

Die rund 40 Schülerinnen und Schüler der Tagesschule Montessori versammelten sich im Garten. Als Einstimmung auf den Festakt sangen sie zwei Lieder, «Zündhölzli» von Mani Matter und passend zu dem Anlass «Über den Wolken» von Reinhard Mey. Die Kinder trugen warme Jacken und Mützen, ganz anders als am warmem Sommerabend des diesjährigen Zapfenstreichs, als sich die Kinder zum Ballonwettflug im Freudenstein zusammenfanden. «Wenn wir den Countdown starten, ist das jeweils ein sehr besonderer Moment», erzählte Marta Neukom vom Organisations­komitee Rutenzug und verantwortlich für die Primarstufe. «Alle zusammen haben laut von zehn auf eins hinab gezählt, und danach haben wir 800 Ballone in den Himmel entlassen.» So viele Kinder hätten noch nie mitgemacht. «Es war beeindruckend», doppelte Marta Neukom nach.

  • Marta Neukom
    Marta Neukom
  • Stefan
    Stefan
  • Tim
    Tim
  • Luis-Felipe
    Luis-Felipe

Leider endete für einige Ballone die Reise in den Bäumen im Freudenstein. Andere schafften es bis auf den Bözberg, und einige zogen weiter Richtung Nordosten. 63 Karten wurden zurückgeschickt. Stefans Ballon flog 235,98 Kilometer weit bis nach Iffeldorf in Deutschland. Er bekam 50 Franken für die Klassenkasse. Stefan freut sich sehr über den dritten Platz. Er hat zum ersten Mal beim Ballonwettflug mitgemacht. Was die Klasse mit dem Geld mache, wisse er noch nicht. Der Ballon von Luis-Felipe flog 273,02 Kilometer weit bis nach Weyarn in Deutschland. Er erhielt 100 Franken für die Klassenkasse. Auch Luis-Felipe machte zum ersten Mal mit und freute sich sehr über den zweiten Platz. Das Geld komme erstmal in die Klassenkasse, vielleicht werde man noch etwas sparen für einen grösseren Ausflug. Tims Ballon zog noch weiter und gleich über die deutsche Landesgrenze hinaus nach Pöllau in Österreich. Natürlich freute er sich über den ersten Platz. Wofür sie die 150 Franken einsetzen, wisse er noch nicht. Eine Exkursion im Wald würde ihm gefallen. Nach der Preisverleihung sangen die Kinder ein Lied, mit dem sie die Gäste mit guten Wünschen in die Adventszeit verabschiedeten. 

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