Sport fördert die Integration

Zur Integration organisiert das Jugendrotkreuz (JRK) des Kantons Aargau in Birr Sportnachmittage mit Asylsuchenden. Eine simple und gesunde Idee.

Sport verbindet und macht Spass, auch wenn man sich noch nicht richtig verständigen kann
Sport verbindet und macht Spass, auch wenn man sich noch nicht richtig verständigen kann (Bilder: isp)

von
Isabel Steiner Peterhans

17. Juli 2018
10:40

Sport gilt als gesund und ist es auch. Vermehrt zeigen Studien, dass regelmässige Bewegung auch bei seelischen Problemen hilft. Die 18 ausländischen Sportbegeisterten, die an diesem Tag am Sportnachmittag (Fuss- und Basketball) auf dem Aussen-Fussballfeld in Birr teilnehmen, kennen die Studie wohl kaum. Aber etwas wissen sie ganz bestimmt: Seit sie an diesen monatlichen Sportnachmittagen teilnehmen, geht es ihnen besser. «Sie sind allesamt Asylsuchende in unserem Land und haben nicht die einfachsten Bedingungen für den Integrationseinstieg in unseren Alltag und in die schweizerischen Gepflogenheiten. Aber mit diesen Sportanlässen kann ich ihnen ein Lachen ins Gesicht zaubern», sagt Marc Seitz. Der 24-jährige Brugger Betriebsökonomiestudent leitet freiwillig und ehrenamtlich jeweils die Sportnachmittage des Jugendrotkreuzes (JRK) des Kantons Aargau in Birr. Weitere Sportanlässe finden in Aarau, Baden und Bad Zurzach statt. 15 bis 30-Jährige, die sich freiwillig gerne einbringen möchten, können dies auch bei anderen Jugendrotkreuz-Einsätzen tun: Altersheimbesuche, Inputabende für unbegleitete minderjährige Asylsuchende, Mentoring für fremdsprachige Kinder/Jugendliche oder gar Nachhilfe für Kinder aus benachteiligten Familien. 

  • Adhanom, 33, Eritrea: «Seit fast einem Jahr wohne ich im Aargau und treibe viel Sport wie Jogging und Muskelaufbautraining. Es ist schön, mich rege zu betätigen, die Hitze stört nicht. Das kalte Wetter in der Schweiz ist sehr gewöhnungsbedürftig.»
    Adhanom, 33, Eritrea: «Seit fast einem Jahr wohne ich im Aargau und treibe viel Sport wie Jogging und Muskelaufbautraining. Es ist schön, mich rege zu betätigen, die Hitze stört nicht. Das kalte Wetter in der Schweiz ist sehr gewöhnungsbedürftig.»
  • Ajiz Eid Muhammad, 37, Afghanistan: «Seit vier Jahren bin ich an etlichen Orten im Aargau untergebracht. Ich mache eine Lehre in einem Alters- und Pflegeheim und erteile Englischkurse für Landsleute. Das gibt meinem Leben einen Sinn.»
    Ajiz Eid Muhammad, 37, Afghanistan: «Seit vier Jahren bin ich an etlichen Orten im Aargau untergebracht. Ich mache eine Lehre in einem Alters- und Pflegeheim und erteile Englischkurse für Landsleute. Das gibt meinem Leben einen Sinn.»
  • Anabel Marques, Baden: «Seit neun Jahren bin ich beim JRK dabei und gestalte meine Freizeit sinnvoll im Integrationsbereich. Ich mag das lockere Miteinander, auch wenn wir uns nicht richtig verständigen können. Spass macht's immer.»
    Anabel Marques, Baden: «Seit neun Jahren bin ich beim JRK dabei und gestalte meine Freizeit sinnvoll im Integrationsbereich. Ich mag das lockere Miteinander, auch wenn wir uns nicht richtig verständigen können. Spass macht's immer.»
  • Hamid Ibrahim, 20, Eritrea: «Ich besuche die Schule in Baden, das tut mir gut. Gerne würde ich schnuppern oder ein Praktikum machen. Ich möchte Sportlehrer werden. Sport baut mich auf, und die Sportnachmittage finde ich wichtig.»
    Hamid Ibrahim, 20, Eritrea: «Ich besuche die Schule in Baden, das tut mir gut. Gerne würde ich schnuppern oder ein Praktikum machen. Ich möchte Sportlehrer werden. Sport baut mich auf, und die Sportnachmittage finde ich wichtig.»
  • Meron, 19, Eritrea: «Ich lebe seit eineinhalb Jahren im Aargau. Bei den Sportnachmittagen treffe ich etliche Landsleute, das vermittelt mir etwas Heimat. Zu Hause habe ich auch oft Fussball gespielt. Deutsch sprechen finde ich schwierig.»
    Meron, 19, Eritrea: «Ich lebe seit eineinhalb Jahren im Aargau. Bei den Sportnachmittagen treffe ich etliche Landsleute, das vermittelt mir etwas Heimat. Zu Hause habe ich auch oft Fussball gespielt. Deutsch sprechen finde ich schwierig.»

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