50 Jahre «Türöffnung zum Paradies»

Das flächenmässig grösste Einkaufscenter der Schweiz, das Shoppi Tivoli, feierte den 50. Geburtstag. Anstelle des viertägigen Fests gabs eine Filmpremiere.

Franziska von Fischer im Gespräch mit Josefina Giolo, einer Protagonistin des Dokfilms von Fabian Furter. Giolo arbeitete 20 Jahre lang im Shoppi (Bilder: isp)

von
Isabel Steiner Peterhans

18. März 2020
09:00

«Der 12. März 1970 war ebenfalls ein Donnerstag», sagte Patrick Stäuble, Centerleiter. «Die Eröffnung des Shoppi Tivoli war damals eine bahnbrechende Sache und lockte mit der Idee, rund sechzig Geschäfte unter einem Dach zu vereinen, praktisch die ganze Schweiz hier in das kleine Dörfchen Spreitenbach.» Heute, 50 Jahre später, war geplant, diesen ausserordentlichen Geburtstag gebührend zu feiern – mit einem viertägigen Jubiläumsfest der Extraklasse, vielen spannenden und attraktiven Programmpunkten. Aber die Geschäftsleitung verzichtete, aus aktuellem Anlass aufgrund des Coronavirus, auf ein umfangreiches Feiern. 

 

Gross gefeiert wird später

«Obwohl die Feierlichkeiten offiziell hätten stattfinden dürfen und wir das Einverständnis der Behörden hatten, verschieben wir das Jubiläumsfest auf später», erklärte Kevin Zimmerli, Leiter Marketing. 

Aber ganz verzichten wollte man dann (doch) nicht. Und so fand trotz allem ein kleiner, sehr feiner Jubiläumsevent mitsamt einer Dokumentarfilm-Premiere für geladene Gäste statt. Der halbstündige Film «Türöffnung zum Paradies – Spreitenbach und die Entstehung des ersten Schweizer Einkaufszentrums» des Badener Historikers Fabian Furter («Zeitgeschichte Aargau») erzählt die Entstehungsgeschichte des mittlerweile über 150'000 Quadratmeter grossen «Shoppi». Den Event moderierte Franziska von Fischer, musikalisch begleitet wurde der gediegene Abend durch das Duo «The Voices».

Leider fehlte eine ganz wichtige Persönlichkeit: Der 91-jährige Architekt, Walter Hunziker, welcher das Shoppi entwarf, blieb dem Anlass aus gesundheitlichen Gründen fern.

  • Fabian Furter, Baden (Filmemacher): «Mein Dokfilm hat auch biografische Aspekte, so tauchten einige Kindheits- erinnerungen bei mir auf. Es ist verrückt, was dieser ‹Sehnsuchtsort› alles ausgelöst hat!»
  • Lea Mauchle, Spreitenbach: «Als Kind kaufte ich mir mit dem geschenkten ‹Weihnachtsbatzen› jeweils zwischen Weihnacht/Neujahr im Shoppi die coolsten Geschenke. Was für ein tolles Erlebnis – eine einmalige Kindheitserinnerung!»
  • Patrick Stäuble, Stein-Säckingen: «Ich übernahm vor 8 Jahren die Centerleitung, und ein Traum ging in Erfüllung. In meinem spannenden Job erlebe ich den ‹Spiegel der Gesellschaft› hautnah. Im Shoppi Tivoli ist kein Tag wie der andere!»
  • Sybille Meier, Spreitenbach: «Für mich gehören Spreitenbach und Shoppi (schon) fast zusammen, und ich bin natürlich oft hier. Toll, dass das Center nicht stehen­geblieben ist und sich immer so gut weiterentwickelt hat.»
  • tienne Brandenberg, Wettingen: «Ich habe einen Zeitungsartikel über den heutigen Event gelesen und wollte unbedingt mit dabei sein. Mich interessieren gesellschaftliche Entwicklungen, obschon ich nicht wirklich so der ‹Shoppingtyp› bin.»

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