51 Mal «Ausser Haus»

Zwecks Umbau findet die kommende Saison des Kurtheaters «Ausser Haus» statt. Die neue Form benötigt viel Flexibilität.

Das Kurtheaterteam, v. l.:  Armin Kerber, Lara Albanesi und Katja Stier Steinbrüchel
Das Kurtheaterteam freut sich auf die kommende Saison (v. l.): Armin Kerber, Lara Albanesi und Katja Stier Steinbrüchel (Bild: isp)

von
Isabel Steiner Peterhans

15. Juni 2018
17:10

«In der diesjährigen Programmsaison 2018/19 gilt ganz klar: First come – first serve», hält an diesem Pressegespräch Lara Albanesi, Kaufmännische Leitung und Gesamtleitung des Kurtheaters  fest, und lehnt sich entspannt zurück. Turbulente Zeiten liegen hinter ihr und ihrem Team, bestehend aus Armin Kerber, Programmleitung ad interim, sowie Katja Stier Steinbrüchel, Presse und Öffentlichkeitsarbeit.

Als klar wurde, dass der lang ersehnte Um- und Neubau des legendären Kurtheaterhauses nun umgesetzt wird, war das Team «ausser sich» – vor Freude, wohlverstanden. Jetzt galt es, die Ärmel hochzukrempeln und kreativ zu wirken. Die Programmverantwortlichen stampften in einer Rekordzeit von nur einigen Monaten ein abwechslungsreiches und vor allem umfangreiches Programm aus dem Boden. Möglich wurde dies durch eine Vielzahl von spontanen Badener Kooperationen, um so den kuratierten Betrieb weiterzuführen und in abgespeckter Version und in etwas kleinerem Rahmen trotzdem aufrechtzuerhalten.


In ganz Baden zu Hause

An insgesamt acht Spielorten beziehungsweise -stätten wird das «Ausser Haus»-Programm 2018/19 nun stattfinden. Insgesamt finden 51 Vorstellungen statt. Es gilt «freie Platzwahl». Zum Saisonauftakt wird das Motto «Ausser Haus» ganz wörtlich genommen: Das Stück «Ein Sommernachtstraum» von William Shakespeare wird am 6. September als Freilichtinszenierung im Kurpark aufgeführt.

«Wir haben das Rad nicht neu erfunden, sondern auf Verlässliches gesetzt.  So bieten wir auch in der kommenden Spielsaison Schauspiel, Tanz, Musiktheater, Literatur live und Kinder- und Jugendtheater an» sagt Armin Kerber. «Natürlich fällt in dieser Saison alles ein bisschen kleiner aus, denn keine der Spielstätten hat das Bühnenvolumen oder die Anzahl Sitzplätze, die das Kurtheater sonst bietet», so Kerber weiter. «Aber dies hat uns nur wenig eingeschränkt in der Programmgestaltung.» Im Gegenteil, man sei so kreativ wie selten und habe nahezu perfekte Alternativmöglichkeiten gefunden. Zudem sei man bei den Kooperationspartnern mit jedem Vorschlag auf offene Ohren gestossen. 

Das geschichtsträchtige Theaterhaus Badens begibt sich nun «Ausser Haus» und kriegt für die kommende Spielsaison Flügel. Kein Zufall, ziert  der «Flügelmensch» des Künstlers Hans Trudel (1881–1958) das Titelblatt des aktuellen Programmhefts.

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