778 Leerwohnungen im Bezirk Brugg

Gemäss der kantonalen Leerwohnungsstatistik 2020 stehen im Bezirk Brugg 778 Wohnungen und 78 Einfamilienhäuser leer.

Remigen zählt verhältnismässig viele leer stehende Wohnungen (Bild: sha)

12. August 2020
09:54

Die per 1. Juni 2020 im Aargau durchgeführte Leerwohnungszählung unterscheidet die Wohneinheiten nach ihrer Grösse: 1-, 2-, 3-, 4-, 5- und 6+-Zimmer-Wohnungen, aber nicht nach Miet- und Eigentumswohnungen. Der Bezirk Brugg steht mit insgesamt 778 leeren Wohneinheiten plus 78 Einfamilienhäusern in allen Grössensegmenten gesamtkantonal an fünfter und sechster Stelle – also im Durchschnitt. Umgerechnet werden bezirksweit pro 1000 Einwohner 20 leere Wohneinheiten angeboten, in einigen Gemeinden sind es noch mehr. Dieses Verhältnis betrug im Jahr 2015 erst 1000:10. Somit setzt sich der zunehmende Leerwohnungstrend fort. Das erstaunt in Anbetracht der regen Bautätigkeit landauf, landab wenig.

Mehr Leerwohnungen als der Bezirk Brugg verzeichnen die Bezirke Zofingen (1286), Aarau (1276), Baden (1230), Kulm (1023) und Bremgarten (999). Diese Bezirke sind mit Ausnahme von Kulm bevölkerungsstärker. Geringer sind die Leerwohnungszahlen in den Bezirken Lenzburg (591), Zurzach (453), Rheinfelden (446), Laufenburg (347) und Muri (304). Ganz wie im kantonalen Trend sind im Bezirk Brugg am meisten leere Drei-Zimmer-Wohnungen (272) und Vier-Zimmer-Wohnungen verfügbar.


Kein Null-Leerwohnungsbestand
Am meisten Leerwohnungen verzeichnen die Gemeinden Brugg (275), Birr (127), Windisch (96), Veltheim (49), Remigen (43), Lupfig (37) und Villigen (25). Im ganzen Bezirk gibt es keine Gemeinde mit Null-Lehrwohnungsbestand. Die kleinsten Leerwohnungszahlen liefern Bözen (10), Elfingen und Villnachern (je 8), Birrhard (7), Bözberg, Mandach und Thalheim (je 6), Auenstein und Mönthal (je 4), Habsburg (2), Effingen und Rüfenach (je 1). Am meisten leer stehende Einfamilienhäuser melden Brugg (17), Veltheim (15), Birr (12) und Windisch (7).
Die wachsenden Leerwohnungsbestände sind jedoch nicht ausschliesslich in Neubauten zu finden, im Gegenteil. Nach der neusten Statistik nehmen die Leerwohnungszahlen in sogenannten Altbauten, zu denen Objekte ab zwei Jahren gezählt werden, stärker zu als in Neubauten. Letztere sind eben meistens komfortabler und attraktiver, wenn auch der Preis stimmt. Aber die Bautätigkeit beeinflusst natürlich die Sättigung des Wohnungsmarkts. In Zukunft ist eher mit einer Abflachung zu rechnen. Die Gefahr einer Immobilienblase besteht latent. Allerdings machen gedämpfte Finanzwerte Sachwerte wie Immobilien alleweil noch anziehend.

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