Abfallentsorgung mit Zwischenfall

Für einmal mussten die Schüler aus der ersten Oberstufe in Würenlingen am Morgen nicht zur Schule. Nein, sie mussten in den Wald.

«IIhh, das stinkt!», finden die Schüler, als ihnen Rolf Hirt (3. v. l.) die Reinigungsschritte der Abwasserreinigungsanlage  erklärt
«IIhh, das stinkt!», finden die Schüler, als ihnen Rolf Hirt (3. v. l.) die Reinigungsschritte der Abwasserreinigungsanlage erklärt (Bild: af)

23. Oktober 2016
00:20

Die Schulkassen der Obertufe waren von der Umweltschutzkommission an einen Umwelttag eingeladen worden. Nach erfolgter Aufteilung absolvierte jeweils eine Gruppe einen der drei Posten, und nach einer Stunde wurde dann zum nächsten Posten gewechselt. Einer davon war die Anti-Littering Aktion, bei der die Schüler und Lehrer achtlos weggeworfenen Abfall aus dem Gebüsch sammelten und sachgemäss entsorgten. Bei der Verteilung der Greifzangen waren alle sehr motiviert. Beim effektiven Abfallsammeln liess bei einigen die Motivation dann bereits wieder etwas nach.


Wespennest

Bereits bei der ersten Gruppe kam es dann zu einem Zwischenfall, ein Wespennest wurde aufgescheucht, vier Personen wurden dabei gestochen und sofort medizinisch versorgt, sodass niemand bleibende Schäden davontrug. Der weitere Morgen verlief dann ohne Zwischenfälle. Die Besichtigung der Abwasserreinigungsanlage stand auf dem Programm. Rolf Hirt, der die Führung leitete, zeigte den Schülern vom Abwasserzulauf bis zur Ableitung in die Aare, wie das Wasser gereinigt wird. Für einige feine Nasen war das schon etwas strapaziös.

Nach einem Abstecher ins Büro präsentierte Hirt am Schluss noch stolz die kürzlich gebaute Anlage. Sie produziert aus Klärschlamm Gas, und daraus kann dann wiederum Strom hergestellt werden. Der dritte Posten war die Umbricht Logistik; eine Recyclingfirma, bei der sowohl Baustoffe wie auch gewöhnliche Abfälle entsorgt werden können. Mario Pittaro führte durch die Baustoff-Recyclinganlage, und während er erklärte, was und wieviel gesammelt wird, konnte man den Lastwagen beim Transportieren der Stoffe zusehen. Er fügte hinzu, dass die Umbricht Logistik auch vier Lehrstellen anbietet. Man kann dort die kaufmännische Ausbildung wie auch eine Lehre als Baumaschinenmechaniker, Strassenbauer oder Lastwagenfahrer absolvieren.

Wer weiss, vielleicht wird in einigen Jahren einer der Jugendlichen beruflich dorthin zurückkehren. Beim anderen Teil der Anlage zeigte André Gautschi, dass via Strasse angelieferte Abfälle mitsamt den Lastwagen gewogen werden. Dann präsentierte er die verschiedene Bereiche, wo einerseits Abfälle gratis andererseits gewisse Abfälle kostenpflichtig entsorgt werden können und was weiter mit ihnen geschieht.


Blick in die Zukunft

Zum Schluss wagte Gautschi noch einen Blick in die Zukunft und meinte: «In ein paar Jahren wird nur noch rezykliert, man kann es sich dann nicht mehr leisten etwas wegzuwerfen, da unsere Ressourcen sonst unwiderruflich aufgebraucht werden.» Anschliessend liess man den Morgen bei einer Grillwurst und Brot ausklingen, bevor die Schule am Nachmittag wieder ihren gewohnten Lauf nahm. 

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