Alle im ersten Wahlgang gewählt

Anlässlich der Wahlversammlung gab es keine Überraschung. Die zurücktretende Gemeinderätin wurde mit einer Frau ersetzt.

Der neue Gemeinderat (von links) Gemeindeammann Roland Frauchiger-Weber, Vizeammann Reto Schneider-Süss, Nicole Wernli-Bomatter, Günter Marz Christ, Andreas Wernli. (Bild: ci)

25. August 2021
14:25

Im Bezirk Brugg gibt es drei Gemeinden, in denen die Gemeinderäte an einer Wahlversammlung gewählt werden. Allerdings findet in diesem Jahr in Habsburg ausnahmsweise Corona-bedingt eine Urnenwahl statt. In Mandach wird die Wahlversammlung am Sonntag, 23. Oktober, durchgeführt. In Thalheim versammelten sich die Stimmberechtigten am letzten Samstag in der Turnhalle. Das ungewöhnliche Datum und das schöne Wetter waren die Gründe, dass nur 58 von 637 Stimmberechtigten anwesend waren. In früheren Jahren waren es jeweils um 100 Personen gewesen.

Nicht der Gemeindeammann sondern der dienstälteste gewählte Stimmenzähler, Roger Dietiker, hatte den Vorsitz bei der Wahlversammlung. Nach der Begrüssung erklärte er den Ablauf des Wahlgeschäfts. Speziell erwähnte er, dass die Wahlen geheim mit Stimmzetteln abgewickelt werden, dass die Kandidierenden nicht in den Ausstand treten müssen und den Stimmzettel auch ausfüllen dürfen.


Wahlprozedere

Beim ersten Traktandum wurde die Wahlart bestimmt. Zur Auswahl standen Einzelwahl und Listenwahl. Einstimmig wurde der Listenwahl der Vorzug gegeben. Auf die Aufforderung, Wahlvorschläge vorzutragen, begehrte der Schulpflegepräsident das Wort und schlug Nicole Wernli-Bomatter als Kandidatin vor. Er betonte, dass sie als Schulpflegemitglied sehr gute Arbeit geleistet habe. Da die Schulpflege per 1. Januar 2022 abgeschafft wird, möchte sie sich weiterhin für die Gemeinde engagieren. Ein weiterer Stimmberechtigter schlug die bisherigen Roland Frauchiger, Reto Schneider, Günter Marz und Andreas Wernli vor.

Die Stimmenzähler verteilten anschliessend die blauen Stimmzettel, auf denen fünf leere Zeilen aufgedruckt waren. Nach fünf Minuten wurden die ausgefüllten Stimmzettel eingezogen. Die Stimmberechtigten wurden vorläufig aus der Turnhalle entlassen. Die meisten gingen, wie das üblich ist, zum nahe liegenden Restaurant. Das Wahlbüro, bestehend aus den Stimmenzählern, der Gemeindeschreiberin und den beiden Lehrlingen aus der Kanzlei, begannen die Stimmzettel zu sortieren und auszuzählen. Nach einer halben Stunde war ausgezählt und auch das Wahlprotokoll erstellt, sodass mittels Kirchengeläut die Wähler und Wählerinnen wieder in die Turnhalle gerufen wurden. Dietiker gab bekannt, dass bei 268 gültig abgegebenen Stimmen das absolute Mehr 27 beträgt. Alle Kandidierenden hatten das absolute Mehr mit 46 bis 56 Stimmen erreicht und waren demzufolge gewählt. Sie mussten sofort die Annahme der Wahl erklären. Anschliessend wurden der bisherige Gemeindeammann Roland Frauchiger und der bisherige Vizeammann Reto Schneider wiedergewählt. Nach knapp eineinhalb Stunden hatten die Stimmberechtigten den Gemeinderat für die Amtsperiode 2022 bis 2025 gewählt und konnten entlassen werden.

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