«Altes erhalten, Neues gestalten»

Der Dialog zwischen Alt und Neu zieht sich wie ein roter Faden durch die 15 Beiträge der 129. Ausgabe der Brugger Neujahrsblätter.

Die an der Vernissage anwesenden Autorinnen und Autoren der Brugger Neujahrsblätter 2019
Die an der Vernissage anwesenden Autorinnen und Autoren der Brugger Neujahrsblätter 2019 (Bild: Cédric Kaiser)

von
Stefan Haller

05. Dezember 2018
09:00

Die Brugger Neujahrsblätter bieten vielen Leserinnen und Lesern eine kurzweilige Lektüre während der Festtage und sind ein perfektes Weihnachtsgeschenk für die Liebsten. Schier unglaublich, wie lange es die «Berichte aus der Region Brugg» schon gibt. Traditionsgemäss findet die Vernissage jeweils am ersten Advent, in feierlichem und dennoch fröhlich-beschwingtem Rahmen, statt.

Herausgeberin der Neujahrsblätter ist die Effingermedien AG (ehemals Effingerhof AG). Deren Geschäftsleiter Cédric Kaiser freute sich über den Grossaufmarsch der Besucherinnen und Besucher, unter denen sich auch die Windischer Gemeindepräsidentin Heidi Ammon, Bruggs Frau Stadtammann Barbara Horlacher sowie Vertreter der Nachbargemeinden und der Wirtschaft befanden. Kaiser erwähnte die Rochaden im vierköpfigen Redaktionsteam, das sich neu aus Stefan Höchli und Brigitte Süess sowie Annegret Ruoff und Barbara Stüssi-Lauterburg zusammensetzt. Brigitte Süess übernahm erneut die Gesamtverantwortung und sorgte mit unermüdlichem Einsatz dafür, dass auch dieses Jahr wieder ein vielfältiges und überaus lesenswertes Stück Kultur- und Zeitgeschichte entstand. 

  • Neu zusammengesetztes Neujahrsblätter-Redaktionsteam: Annegret Ruoff, Stefan Höchli, Brigitte Süess und Barbara Stüssi-Lauterburg (von links)
    Neu zusammengesetztes Neujahrsblätter-Redaktionsteam: Annegret Ruoff, Stefan Höchli, Brigitte Süess und Barbara Stüssi-Lauterburg (von links)
  • Cédric Kaiser und Gastrednerin Isabel Haupt
    Cédric Kaiser und Gastrednerin Isabel Haupt (Bilder: sha)
  • Dino Brandão und Pascal Ammann («Frank Powers»)
    Dino Brandão und Pascal Ammann («Frank Powers»)

Als Gastrednerin kam Isabel Haupt, stellvertretende Aargauer Denkmalpflegerin, zum Zug. Anhand von Beispielen von renovierten Baudenkmälern im Kanton stellte Haupt die These auf, dass der bauliche Dialog ein besonderes Sensorium erfordere. «Das Alte erhalten, das Neue gestalten», zitierte sie Josef Zemp, Kunsthistoriker und früheren Präsidenten der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege. Ein weiteres seiner Zitate: «Bisweilen muss sich am Baudenkmal etwas verändern, damit es bleiben kann, wie es ist», hat ebenfalls bis heute Gültigkeit. 

Der Dialog von Alt und Neu widerspiegelt sich auch im Umbau mit Erweiterung des Stapferschulhauses, dem ein Beitrag von Architekt Lukas Zumsteg in den Neujahrsblättern sowie auch das Titelbild gewidmet ist. Die musikalischen Begleiter der Vernissage – Dino Brandão und Pascal Ammann von der Band «Frank Powers» – werden ebenfalls in den jüngsten Neujahrsblättern gewürdigt. Weitere Themen nebst der beliebten Rubrik «Der Bezirk Brugg vor 100 Jahren» und der Jahreschronik sind Künstlerin Hanni Schirmann, Lyrikerin Doris Gautschi, der «Grossweibel Frölich», die Jahrgänger 1928, der Windischer Pfarrer Eugen Vogel, der Komponist Friedrich Theodor Fröhlich sowie das  20-Jahr-Jubiläum des Argovia Fäscht oder die Campuskultur. Ebenso spannend zu lesen sind «Neue Kraft für alte Autos», «Veltheims lautlose Jäger» (die Mausohren) oder «Ein Naturdenkmal der Region» (Sanierung der Bruderhöhle von Effingen). 

Zu kaufen gibt es die Brugger Neujahrsblätter 2019 bei Effingermedien AG, Storchengasse 15, Brugg, bei der Buchhandlung Orell Füssli, Brugg, sowie in diversen Brugger Fachgeschäften. 

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