Auf die «goldenen Zwanziger»!

Das Dorf Freienwil ist stark gewachsen. Die dadurch ­entstehenden Herausforde­rungen waren das Thema am Neujahrsapéro.

In der Turnhalle kamen Generationen miteinander ins Gespräch (Bild: is)

09. Januar 2020
09:00

Das kleinste Dorf des Bezirks Baden hat im vergangenen Jahrzehnt einen kleinen Boom erlebt: Die Einwohnerzahl stieg von 885 auf 1060, und in diesem Jahr wird es dank Abschluss zwei grosser Bauvorhaben sogar auf gut 1100 anwachsen. Diese Entwicklung ging an der Verwaltung nicht spurlos vorbei, wie Gemeindeammann Robert Müller in seinem Rückblick aufzeigte. Neben der Einführung der elektronischen Gemeindesoftware Gever konnten auch die Steuerämter von Freienwil und Ehrendingen zusammengeführt werden. Zudem wurde das Gemeindehaus renoviert und mit Marc Oberli ein neuer Gemeindeschreiber verpflichtet, der die Verwaltung ins neue Jahrzehnt führt. 

Auch die Schule bekommt die Auswirkungen der steigenden Bevölkerungszahlen zu spüren. Da sie für die mittlerweile 120 Kinder einmal mehr zu eng geworden ist, wird auf das neue Schuljahr hin auf dem Grundstück neben dem Weissen Wind ein Container errichtet.  

Mehr Einwohner bringen allerdings auch mehr Verkehr. Mit der Umsetzung des neuen Parkplatzreglements soll die «wilde Parkiererei im Dorf» nun ein Ende haben, freut sich Müller. Erleichtert zeigte er sich, dass der Gestaltungsplan Mitte vom Kanton bewilligt wurde, der auch für den Dorfladen von grosser Bedeutung ist: «Schön, dass es ihn immer noch gibt!» 

Auch die Anbindung an den Öffentlichen Verkehr ist verbessert worden: Neu verkehren vier Busse pro Stunde zu Stosszeiten morgens und abends in Richtung Baden bzw. Surbtal. Und die Kantonsstrasse Richtung Baden und Ehrendingen präsentiert sich nach der Sanierung im vergangenen Jahr in neuem Glanz. Sorgen bereitet Müller hingegen das regionale Gesamtverkehrsprojekt Oase. «Wir haben gemeinsam mit drei anderen Gemeinden eine Eingabe beim Kanton gemacht, um eine Protestnote abzugeben», so der Ammann, der die rund 150 Anwesenden aufforderte, sich ebenfalls an der Mitwirkung zu beteiligen. Eine entsprechende Vorlage soll auf der Gemeinde-Website platziert werden.

 

Wieder an die Badenfahrt 2023?

Einen besonderen Dank richtete der Grossrat an die Vereine, die viel zum lebendigen Dorfleben beitragen, speziell dem Verein ­FaBaFa (Freienwil an die Badenfahrt), der im Sommer 2019 erstmals ein Dorffest organisiert hat und sich demnächst Gedanken über einen möglichen Auftritt an der Badenfahrt 2023 machen wird. 

«Wir sind zuversichtlich, dass das neue Jahrzehnt ein goldenes Zeitalter wird», sagte Robert Müller und stiess mit den Freienwilern auf «die goldenen Zwanziger» an. Bei Häppchen und Zopf wurde noch lange weiterdiskutiert. Musikalisch wurde der Anlass vom Freienwiler Musiker Petrin Töndury und Miguel Ferreira untermalt, die mit ihrer Band Arbazar am 24. Januar auch im Weissen Wind gastieren.

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