«Auf offene Ohren gestossen»

Die SP will keine Rechtsform­änderung für das Elektrizitäts- und Wasserwerk Windisch. Sie hat das Referendum ergriffen und bekam Unterstützung.

Unterschriftenübergabe: Rahel Downey, Dave Roth, beide SP, Stefan Wagner, Gmeindeschreiber, Paul Bitschnau, SP-Fraktionspräsident mit Sohn Emil
Unterschriftenübergabe: Rahel Downey, Dave Roth, beide SP, Stefan Wagner, Gmeindeschreiber, Paul Bitschnau, SP-Fraktionspräsident mit Sohn Emil (Bild: cl)

von
Claudia Marek

21. Juli 2017
09:00

«Wir sind stolz, dass wir in den vergangenen drei Wochen mehr als 700 Unterschriften sammeln konnten und bei vielen Windischerinnen und Windischern mit unserem Anliegen auf offene Ohren gestossen sind», sagt Paul Bitschnau, Fraktionspräsident SP Windisch, erfreut bei der Unterschriftenübergabe. «Wir hatten gute Gespräche mit der Bevölkerung», so Bitschnau, «auch mit Personen aus dem bürgerlichen Lager». 


In den Händen der Gemeinde

Vielen Menschen sei es wichtig, dass Wasser und Strom in den Händen der Gemeinde bleibe. Warum also einen Kredit bewilligen, damit die Gründung einer Aktiengesellschaft vorbereitet wird, die gar nicht erwünscht sei? Kollektivgüter wie Wasser und Strom, aber auch andere Themen wie die Verkehrs- oder Schulraumsituation werden die Gemeinde beschäftigen. «Das Geld kann man sinnvoller ausgeben», ist Bitschnau überzeugt. Es geht um einen Betrag von 125'000 Franken. Mit diesem Kredit soll die Gründung einer Aktiengesellschaft vorbereitet werden. Damit würden Tür und Tor für eine umfassende Privatisierung der heute gemeindeeigenen Betriebe EW und Wasserwerk geöffnet, begründet die SP Windisch. Sie führt folgende Argumente für das Referendum zum Entscheid des Einwohnerrates vom 14. Juni an: Zum einen sei unklar, warum diese Privatisierung durchgeführt werden soll. Laut Gemeinderat würde auch nach der Umwandlung des EW’s und des Wasserwerks alles so sein wie vorher. Ausserdem hätten Einwohnerrat und Bevölkerung bei der Ausrichtung des EW keine Mitsprache mehr. Und Steuergelder sollen nicht verschleudert werden für Experimente mit unklarem Ausgang.

Stefan Wagner, Gemeindeschreiber, nahm die Unterschriften vor dem Gemeindehaus entgegen. Der Gemeinde­rat werde die Unterschriften prüfen und bei der ersten Sitzung am 7. August werde sich herausstellen, ob es zur Volksabstimmung kommt. Diese könnte im November, aber vielleicht auch erst im Februar 2018 durchgeführt werden, so Stefan Wagner.

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