Aufgabe mit Bravour gelöst

Brandausbruch im Schulhaus Unterboden! Ein Szenario, welches sich niemand, auch kein Feuerwehrkommandant, wünscht.

Schläuche werden ausgerollt, um den Brand von aussen mit Wasser zu bekämpfen. (Bild: pg)

22. September 2021
18:49

Als erstes eilt ein Team auf das Schulareal Unterboden, um sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen. Zu diesem Zeitpunkt hat sich hinter dem Absperrband bereits viel Publikum eingefunden, welches über das Geschehen informiert wurde und bereit war, das Vorgehen der Einsatzkräfte zu verfolgen. Das mit Blaulicht und Martinshorn heranfahrende Tanklöschfahrzeug wird auf dem Pausenplatz an die richtige Position eingewiesen. Die Türen öffnen sich, und die Männer und Frauen beginnen sofort mit dem Entladen von Material und dem Erstellen von Leitungen.

Da der nahegelegene Hydrant nicht benützt werden kann, kommt das Schlauchverlegefahrzeug zum Einsatz, und die Verkehrsgruppe hält die Zufahrten zum Schadenplatz frei. Eiligst rüsten sich die Angehörigen der Atemschutztrupps aus, um den Brandausbruch zu lokalisieren und damit die Brandbekämpfung anzugehen. Gleichzeitig gehts auch darum, mögliche Opfer zu lokalisieren und die Rettungen anzugehen. Zu diesem Zeitpunkt steigt bereits Rauch aus dem Lichtschacht des Heizungsraums im Untergeschoss. Erneut werden Schläuche ausgerollt, um den Brand von aussen zu bekämpfen. Zu allem Überfluss macht sich vom Dach der Schulanlage eine Reinigungskraft bemerkbar. Sie kann ihren Arbeitsort aufgrund der Rauchentwicklung, die auch mit einem Rauchlüfter bekämpft wird, nicht mehr durch das Gebäude verlassen. Sofort werden Leitern in Stellung gebracht.


Eingeschlossene Kinder gerettet

Um die Frau aus der misslichen Lage zu befreien, steigen Dienstpflichtige auf das Dach und bringen sie über die Leitern auf den sicheren Boden, was ihr auch Mut abverlangt. In der Zwischenzeit konnte von der Schulleitung in Erfahrung gebracht werden, wieviel Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler sich im Schulhaus befinden. Nachdem die Atemschutztrupps die Eingeschlossenen erreicht haben, werden diese beruhigt und betreut. In kleinen Gruppen können sie das Schulhaus verlassen. Zwei Verletzte müssen aus der Gefahrenzone getragen werden. Draussen werden sie der Sanität übergeben. Auf Tragen werden sie ins Verwundetennest gebracht, wo sie betreut werden.

Bei der nachfolgenden Übungs­besprechung zeigt sich Übungsleiter Patrick Ecabert sehr zufrieden. Auch Diego Berlinger und Marcel Kalbermatten attestieren dem Corps gute Arbeit, sehr strukturierte Übung, stufengerechte Führung und stellen fest: «Ziel erfüllt!»

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