Benefizkonzert für «Yebouah»

Wer sich verständigen kann, tritt so in Verbindung zu seinen Mitmenschen. Je früher das möglich ist, umso besser. Aber nicht allen gelingt das.

Solange Tegro macht sich stark für Yebouah und setzt Akzente mit einem Benefizkonzert
Solange Tegro macht sich stark für Yebouah und setzt Akzente mit einem Benefizkonzert (Bild: zVg/Patrick Feger)

28. Februar 2018
09:00

«‹Yebouah› heisst übersetzt in einer afrikanischen Dialektsprache ungefähr so viel wie ‹schenken wir ihnen Liebe›», bestätigt Solange Tagro. Wohl gerade deshalb hat die sympathische Frau von der Elfenbeinküste auch ihr Projekt, welches sie im Jahr 2016 gestartet hat, danach benannt. Tagro ist die treibende Kraft dieses kleinen Trägervereins, der gerademal aus zehn Mitgliedern, aber etlichen freiwilligen weiteren Gönnern und Sympathisanten, besteht. 

Das Projekt «Yebouah» unterstützt vor Ort den Aufbau von Kindergärten in abgelegenen Gebieten der Elfenbeinküste. Die Kinder lernen in der frühen Kindheit einen Dialekt weit entfernt vom Französischen, welches grundsätzlich an den Schulen gesprochen wird. Um den Schuleinstieg zu schaffen und langfristig eine berufliche Chance zu haben, ist es aber unerlässlich, dass die Kinder schon vor Schuleinstieg Französisch lernen. Der Kindergarten, welcher in der Elfenbeinküste nicht staatlich gefördert ist, bietet dafür die beste Möglichkeit. Solange Tagro stammt aus einem kleinen Fleckchen Erde an der Südwestlichen Küste Afrikas. Niakia heisst das 700-Seelen Dörfchen und ist ziemlich weit ab vom Schuss. Und hier sollen nun entsprechende Kindergartenhäuschen mit Spendengeldern gebaut werden, um den Kindern allesamt die gleichen Startmöglichkeiten ins Leben zu bieten. Nikky Scheijen aus Neuenhof ist durch Freunde auf das Projekt aufmerksam geworden und ihr kam das mehr als gelegen.


Da muss doch was getan werden

Zusammen mit Corinne Peter und Matthias Hürzeler studiert Nikky im vierten Semester an der Hochschule Luzern. Die drei belegen den Studiengang Soziokulturelle Animation bzw. das berufsbegleitende Studium Sozial­arbeit und etwas verbindet die jungen Erwachsenen. Die initiativen Studierenden machen jetzt gemeinsame Sache. Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Hochschule Luzern realisieren Studierende 100 Aktionen an verschiedenen Schweizer Orten. Damit will die Hochschule den Gedanken der Gemeinnützigkeit fördern und die Bedeutung des Engagements für das Gemeinwesen sichtbar machen. Seit vergangenem Herbst planen und koordinieren die Studierenden, jeweils in Gruppen mit zwei bis drei Personen, gemeinsam und unterstützend von praktizierenden Dozierenden, die verschiedensten Vorhaben, Aktionen und Events mit gemeinnützigem Charakter. 


Beatboxer, Bands und Kulinarik – alles für den Kindergarten

So haben die drei vergangene Woche einen entsprechend rockigen Benefizanlass im Kulturlokal Werkk Baden organisiert und durchgeführt, um «Yebouah» Solidarität zu zeigen. Ein knackiges Abendprogramm mit vier Bands «Cheeky Badgers» (Aarau), «SheZoo» (Zürich), «Laerm» (Baden), «Crystal Rose» (Wettingen) sowie dem «Beatboxer Giulio» (Baden) sorgte für beste Unterhaltung. Die Partygänger nutzten auch die Möglichkeit, die Elfenbeinküste kulinarisch etwas besser kennenzulernen und es wurde bis zu später oder gar früher Stunde an der Afterparty mit DJ Chaque abgetanzt. Ein schöner Spendenbetrag konnte so dem Verein Yebouah übergeben werden. Zudem wurde das länderübergreifende Zusammensein sehr geschätzt und der Startschuss für die erste Bekanntmachung des Vereins in der Schweiz wurde so auch gleich gesetzt. «Wir freuen uns riesig darüber», schwärmt Solange Tagro. «Jetzt können wir mit dem Bau von kleinen bescheidenen Kindergartenhäuschen beginnen». «Ziel erreicht», sind sich auch Nikky, Corinne und Matthias sicher, denn so sieht gelebte Bildungschance für alle aus.

Videoimpression des Benefizkonzertes mit «Beatboxer Giulio»


www.hslu.ch/100jahre-sozialarbeit 

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