Bereit für die Zukunft

Die Spitex Brugg ist heute doppelt so gross wie bei ihrem Start 2013. Sie entwickelt sich weiter. Neu hat sie eine Palliative-Care-Team aufgebaut.

Mirjam Tanner
Mirjam Tanner (Bilder: cl)

von
Claudia Marek

02. Februar 2017
20:00

Die Gesellschaft verändert sich. Anforderungen und Bedürfnisse müssen neu angepasst werden. Auch äus­sern immer mehr Menschen den Wunsch, zu Hause zu sterben. Diesen Trend spürt die Spitex Region Brugg seit Längerem und hat aufgrund der stetig steigenden Nachfrage ein Palliativ-Care-Team aufgebaut. Vier speziell ausgebildete Mitarbeiterinnen setzen sich mit hohem Engagement dafür ein, dass den Betroffenen dieser Wunsch erfüllt werden kann. Ausserdem hat die Krebsliga die Auflösung der Onkologie-Spitex auf Mitte Jahr angekündigt. Der Spitexverband Aargau hat gleich reagiert und das Projekt «Progresso» lanciert. Sieben Spitexorganisationen sollen sich je ein Kom­petenzzentrum aufbauen und die spezialisierten ambulanten Palliative-Care-Leistungen für eine Region sicherstellen.


Kompetenzzentrum

Die Spitex Region Brugg wird Kompetenzzentrum für die Region Brugg und das Einzugsgebiet der Spitex Heitersberg. Mirjam Tanner ist Teamleiterin Mitte und neu auch der Fachgruppe Palliative Care. Die Aufgaben in diesem Bereich seien sehr umfassend, erzählt sie. «Wir begleiten Schwerkranke und Sterbende sowie ihre Angehörige. Wir helfen auch bei der Organisation von Hilfsmitteln, bei der Suche nach zusätzlicher Unterstützung und wir führen spirituelle Gespräche», so Tanner. Den Menschen soll eine möglichst hohe Lebensqualität bis zum Ende gewährleistet werden.

Andrea Schneider arbeitet in der Fachgruppe Palliative Care. Früher hat sie auf der Intensivstation im Krankenhaus gearbeitet. «Es war genau das Gegenteil, denn da ging es darum, Leben zu retten, jetzt geht es vorwiegend darum, Menschen in der letzten Lebensphase zu begleiten. Wir werden meist beigezogen, wenn es Richtung Sterben geht. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Familie und den Hausärzten.  Wir wollen den Menschen in der verbleibenden Zeit, noch etwas Ruhe zu geben.» Gerade in einer Zeit der Hektik sei es besonders wichtig, etwas «runterzufahren.»

  • Andrea Schneider
    Andrea Schneider
  • Christina Meyer
    Christina Meyer
  • Nitusha Balasingam
    Nitusha Balasingam
  • Rebekka Hansmann
    Rebekka Hansmann
  • Karsten Bugmann
    Karsten Bugmann

Ambulant vor stationär

Die gesundheitspolitischen Entwicklungen haben sich stark verändert. Das neue Pflegegesetz: Ambulant vor Stationär zieht eine intensivere Nachbetreuung wie auch eine Nachfrage nach Pflegeleistungen in der Nacht nach sich. Das Kerngeschäft der Spitex ist nach wie vor die Grund- und Behandlungspflege. Christina Meyer ist Teamleiterin Bereich Nord und seit 17 Jahren bei der Spitex, in Brugg seit der Fusion im Jahre 2013. «Ja, die Spitex hat sich enorm verändert», bestätigt sie, «die Einsätze haben stark zugenommen, und die Anforderungen an den Beruf sind gestiegen. In der kurzen Zeit haben wir uns professionalisiert.» Sie freut sich auf den Umzug in die neuen Räumlichkeiten. «Dann steht uns mehr Platz zur Verfügung und es ist offener, heller. Es bleibt spannend. Bei der Spitex wird nie langweilig», lacht sie. «Meine Tätigkeit macht mir nach wie vor grosse Freude.»


Zukunft sichern

Der Spitex-Organisation ist es wichtig,  gute Ausbildungsplätze anzubieten. Alle vier Lehrstellen für den nächsten Sommer sind bereits besetzt. Nitusha Balasingam ist im ersten Lehrjahr zur Kauffrau. «Es gefällt mir sehr gut», sagt sie. «Es ist abwechslungsreich und ich kann bereits viel Verantwortung übernehmen. Ich wollte unbedingt eine Lehrstelle im Gesundheitsbereich und bin froh, dass es geklappt hat.»

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