Bleibt es bei drei Kandidaten?

Derzeit steuert Obersiggenthal auf die Wahlen vom 19. Mai zu. Für die frei werdenden Ämter im Gemeinderat liegen bereits drei Kandidaturen vor.

Haben ihre Kandidatur bekannt gegeben: Bettina Lutz Güttler, Christian Keller und Peter Stucki
Haben ihre Kandidatur bekannt gegeben: Bettina Lutz Güttler, Christian Keller und Peter Stucki (Bilder: zVg)

von
Annegret Ruoff

14. März 2019
13:40

Am 19. Mai stehen in Obersiggenthal Wahlen an. Nötig werden sie aufgrund des Rücktritts von Gemeindeammann Dieter Martin (FDP) und Gemeinderätin Aline Schaich (SP). Der Gemeinderat Obersiggenthal besteht derzeit aus Dieter Martin, Linus Egger (CVP), Walter Vega (CVP), Aline Schaich und Peter Stucki (SP). 

 

Erste Kandidaturen sind bekannt

Zurzeit dreht sich das Karussell an Kandidatinnen und Kandidaten noch in bescheidenem Tempo. Ende Februar gab die SP Obersiggenthal bekannt, dass sie den jetzigen Gemeinrat Peter Stucki, seit vergangenem September im Amt, für die Wahl zum Gemeindeammann portiert. Für die Wahl eines neuen Mitglieds des Gemeinderats verzichtet die Partei auf eine Kandidatur. Mit seiner reichen politischen, menschlichen und beruflichen Erfahrung sei Peter Stucki bestens ausgerüstet für das Amt als Gemeindeammanns, schreibt die Partei. 

Als Gemeinderat ist Stucki derzeit Ressorvorsteher Tiefbau. In früheren Jahren hat er sich über zehn Jahre lang als Einwohnerrat engagiert. Zudem ist er Mitglied der Steuerkommission und war Mitglied der Verkehrskommission. Beruflich kann Peter Stucki auf eine langjährige Erfahrung in Führungspositionen im Logistik- und Transportbereich zurückblicken. Heute ist der 62-Jährige als Fachspezialist für die Betreuung von Grosskunden bei der Schweizerischen Post tätig. «Diese Stelle würde er auf den Amtsantritt hin aufgeben und sich vollauf das neue Amt konzentrieren», schreibt die Partei. Stucki ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern. 

 

Keller kandidiert als Gemeinderat

Anfang März gab die Grüne Partei Obersiggenthal bekannt, dass sie Christian Keller ins Rennen schickt. Der 50-jährige Kommunikationsfachmann aus Nussbaumen politisiert seit bald zehn Jahren in der Gemeinde Obersiggenthal und ist zurzeit Präsident des Einwohnerrats. «Der Zeitpunkt ist ideal, um in der Exekutive mitzuarbeiten», ist Keller überzeugt. Mit der Einführung des neuen Gemeindeführungsmodells per 1. Juli werde die Rolle des Gemeinderats neu definiert. «Hier möchte ich aktiv mitarbeiten und frischen Wind in den Gemeinderat bringen», so der Kandidat.  Die politische Arbeit mache ihm gros-sen Spass, auch bringe er die nötige Flexibilität mit, um sich neben seinem Berufsalltag für das aufwendige Amt zu engagieren. Christian Keller war von 2011 bis 2013 Mitglied der Finanzkommission. Zudem ist er langjähriges Mitglied der Verkehrskommission, die er heute präsidiert. Beruflich engagiert sich Keller als Geschäftsführer des VCS Aargau. 

 

Lutz Güttler will Ammann werden

Ende letzter Woche vermeldete die CVP die Kandidatur von Bettina Lutz Güttler als Gemeindeammann. Die 50-jährige Juristin ist Rechtsanwältin und arbeitet als Juristin im Unternehmensrechtsdienst einer grossen Versicherungsgesellschaft. Zudem verfügt sie über ein CAS Betriebswirtschaft für Nichtbetriebswirtschafter. Lutz Güttler ist verheiratet und hat zwei Kinder im Jugendalter. «Mit Bettina Lutz Gütter besteht die Garantie, wieder Kontinuität in den Gemeinderat zu bringen und auch der Verwaltung die nötige Stabilität zu gewährleisten», schreibt die CVP Obersiggenthal in ihrer Bekanntgabe. Durch ihre grosse juristische Erfahrung in verschiedenen Fachbereichen sei Lutz bestens gerüstet für die immer komplexer werdenden Aufgaben eine Gemeinde. 

Bettina Lutz Güttler setzt sich seit 2004 aktiv in der Gemeinde ein. Neun Jahre lang war sie Mitglied des Einwohnerrats, den sie zwei Jahre präsidierte. Lutz Güttler zählt zu den Gründungsmitgliedern des heutigen Vereins Chinderhuus Goldiland und war fünf Jahre lang dessen Präsidentin. Heute ist sie Stiftungsrätin der Stiftung Gässliacker. «Mir geht es darum, die Gemeinde vorwärtszubringen», begründet Lutz Güttler ihre Motivation. Sie habe den Eindruck, dass Stagnation vorherrsche. «Da würde ich gerne Bewegung reinbringen, sodass ein Aufbruch stattfinden kann», sagt sie. Die Gemeinde habe sehr viel Potenzial, und es sei wichtig, den Fokus nun auf das Positive zu legen und neue Wege zu suchen, um die Situation zu verbessern. 

Ob die anderen Parteien weitere Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen schicken, wird sich zeigen. Die Auslegeordnung anlässlich der Aussprache unter den Fraktions- und Parteipräsidien Anfang März brachte keine weiteren Kandidaturen zutage. Im Hiblick auf die Wahlen sind jedoch nicht nur Parteimitglieder gefragt. Auch parteilose Kandidaturen sind möglich. Gemeldet werden können sie der Gemeindekanzlei noch bis Freitag, 5. April, 12 Uhr. Die Wahlen erfolgen am 19. Mai. 

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