«Brauen ist wie Kuchenbacken»

Beim Bossarthaus findet der erste «Biergarten» in Windisch statt. Vier Mikrobrauereien aus Windisch bieten ihre Bierkreationen an.

Bierbrauen ist eine sinnliche Angelegenheit: Peter Aeschlimann in der Brauerei
Bierbrauen ist eine sinnliche Angelegenheit: Peter Aeschlimann in der Brauerei (Bilder: zVg)

von
Claudia Marek

12. Juni 2019
09:00

Die Brauereien sind klein und fein und werden mit viel Leidenschaft von den Machern betrieben. Gleich vier Brauereien aus Windisch produzieren das «Craft-Bier», das heisst, den handwerklich gebrauten Gerstensaft. Im und um das Bossarthaus haben die Besucher am 22. Juni Gelegenheit, die Brauer kennenzulernen und ihre Kreationen zu degustieren. Mit von der Partie sind: Amphibräu, Fäze-Bräu, Homebrewer Peter Aeschlimann und Thomas Erdin. Der Verein Pro Bossarthaus organisiert diesen Anlass. «Die einmalige Atmosphäre um dieses Haus gibt einen schönen Rahmen für den Biergarten», sagt Markus Zumsteg, Vorstand des Vereins. Die Gäste können nicht nur ein feines regionales Bier probieren, sie haben gleichzeitig die Möglichkeit, mit den Brauern zu fachsimpeln und über über die Kunst des Brauens zu diskutieren. Die Bierbrauer verbindet die Freude an dem Hopfengetränk, und sie sehen den Reiz darin, mit wenig Grundelementen etwas Exklusives zu produzieren. «Brauen ist wie Kuchen backen: Man muss genau nach Anleitung und natürlich sehr sauber arbeiten, dann kommt die Sache ziemlich gut», sagt Peter Aeschlimann. Das Angebot des Biergartens wird mit Brezeln von Beck Lehmann und Weisswürsten von Metzger Lüthi abgerundet. Der Anlass wird mit «Salonmusik» musikalisch begleitet.

  • Peter Aeschlimann: «Meine Leidenschaft ist das Ale, ein fermentiertes Getränk, wie es in Amerika schon vor vielen Jahren bis in Detail verfeinert wurde. Mir gefällt daran besonders das Spiel mit dem Hopfenaroma. Ich arbeite aber grundsätzlich sehr gern mit den klassischen Grundelementen des Biers: Wasser, Malz, Hopfen, und Hefe. Alle anderen Spielereien kommen bei mir nicht in den Topf. Ab und zu braue ich auch sehr dunke Biere wie das Porter, welches ich am Biergarten ausschenken werde. Der Reiz liegt für mich darin, mit wenigen Grundelementen zu spielen und damit ein Geschmackserlebnis zu erzeugen. Zudem ist für mich der soziale Aspekt sehr wichtig. Ab und zu braue ich gemeinsam mit Freunden.»
    Peter Aeschlimann: «Meine Leidenschaft ist das Ale, ein fermentiertes Getränk, wie es in Amerika schon vor vielen Jahren bis in Detail verfeinert wurde. Mir gefällt daran besonders das Spiel mit dem Hopfenaroma. Ich arbeite aber grundsätzlich sehr gern mit den klassischen Grundelementen des Biers: Wasser, Malz, Hopfen, und Hefe. Alle anderen Spielereien kommen bei mir nicht in den Topf. Ab und zu braue ich auch sehr dunke Biere wie das Porter, welches ich am Biergarten ausschenken werde. Der Reiz liegt für mich darin, mit wenigen Grundelementen zu spielen und damit ein Geschmackserlebnis zu erzeugen. Zudem ist für mich der soziale Aspekt sehr wichtig. Ab und zu braue ich gemeinsam mit Freunden.»
  • Thomas Erdin: «Zum Bierbrauen kam ich vor 20 Jahren während eines Urlaubs in Australien. Verschiedene Freunde luden mich ein, ihr «Homebrew» zu probieren. Dies teils in der Badewanne oder in einer Küchenecke gebraute Bier schmeckte erstaunlich gut. So reiste ich mit einem 30-Liter Gärfass und mehreren «Bierkits» wieder zurück in die Schweiz und braute mein erstes «Bitter». Heute braue je nach Saison, Lust und Laune immer wieder andere Biere. Vom typisch schweizerischen Lager bis zum tiefschwarzen Stout probiere ich immer wieder etwas Neues aus. In letztes Zeit habe ich vor allem Ales gebraut. Ich bin immer wieder gespannt auf den fertig gereiften Geschmack und freue mich, wenn es einfach wieder fein schmeckt.»
    Thomas Erdin: «Zum Bierbrauen kam ich vor 20 Jahren während eines Urlaubs in Australien. Verschiedene Freunde luden mich ein, ihr «Homebrew» zu probieren. Dies teils in der Badewanne oder in einer Küchenecke gebraute Bier schmeckte erstaunlich gut. So reiste ich mit einem 30-Liter Gärfass und mehreren «Bierkits» wieder zurück in die Schweiz und braute mein erstes «Bitter». Heute braue je nach Saison, Lust und Laune immer wieder andere Biere. Vom typisch schweizerischen Lager bis zum tiefschwarzen Stout probiere ich immer wieder etwas Neues aus. In letztes Zeit habe ich vor allem Ales gebraut. Ich bin immer wieder gespannt auf den fertig gereiften Geschmack und freue mich, wenn es einfach wieder fein schmeckt.»
  • Fabio Berlusconi (Mitte) mit Kai Mayer  und Cäsar Voelkin von «Fäze Bräu»: «Das erste Bier habe ich im Rahmen einer Abschlussarbeit der Lehrabschlussprüfung gebraut. Damals mit einem «Starterkit» in der Garage meiner Grossmutter. Die Idee fand im Kollegenkreis Anklang und Caesar Voelkin kam dazu. Wir entschieden uns, einen Schritt weiter zu gehen. Heute brauen wir Bier für Geniesser. Mit den Geschmacksorten wie «Bourbonbier» oder «Himbeerbier» schaffen wir auch Biere, welche dem Weintrinker gefallen. Brauen ist für uns die optimale Freizeitbeschäftigung, wo wir viel Zeit zusammen verbringen können. Es macht Freude, wenn man aus dem Kühlschrank sein eigenes Bier herausnehmen kann.»
    Fabio Bernasconi (Mitte) mit Kai Mayer und Cäsar Voelkin von «Fäze Bräu»: «Das erste Bier habe ich im Rahmen einer Abschlussarbeit der Lehrabschlussprüfung gebraut. Damals mit einem «Starterkit» in der Garage meiner Grossmutter. Die Idee fand im Kollegenkreis Anklang und Caesar Voelkin kam dazu. Wir entschieden uns, einen Schritt weiter zu gehen. Heute brauen wir Bier für Geniesser. Mit den Geschmacksorten wie «Bourbonbier» oder «Himbeerbier» schaffen wir auch Biere, welche dem Weintrinker gefallen. Brauen ist für uns die optimale Freizeitbeschäftigung, wo wir viel Zeit zusammen verbringen können. Es macht Freude, wenn man aus dem Kühlschrank sein eigenes Bier herausnehmen kann.»

Samstag, 22. Juni, 18 bis 23 Uhr
Bossarthaus, Windisch   

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