Brückenbau mit Luftunterstützung

Am 31. Januar wurden in einer aufsehenerregenden Aktion die sanierten Elemente des Limmatstegs in Baden/Obersiggenthal wieder montiert. Mithilfe eines Super Pumas. 

Der Helikopter fliegt die ertüchtigten Brückenteile heran
Der Helikopter fliegt die ertüchtigten Brückenteile heran (Bilder: zVg)

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e-journal

06. Februar 2020
09:00

Der Wiederaufbau des sanierten Limmatstegs ging schnell und war actionreich. Auf der Siggenthalter Brücke standen viele Zuschauer, welche die spannende Helikopter-«Show» verfolgten. In nur 45 Minuten standen die sieben, je zehn Meter langen Brückenteile wieder dort, wo sie hingehörten: Die Teile waren in den letzten Monaten in der Werkstatt «ertüchtigt», das heisst, saniert und verstärkt geworden. Die Brückenelemente waren jedes rund vier Tonnen schwer. «Das entspricht dem Gewicht eines schlanken Elefanten», so Markus Gsell, Leiter Wärme und Wasserversorgung der Regionalwerke AG Baden und verantwortlich für die Sicherheit der Aktion. Am 31. Januar wurde «nur» der Steg wieder aufgesetzt. Die Schweissarbeiten sowie die Montage der restlichen Rohre erfolgten ab dem 3. Februar. 

Die tonnenschweren Elemente des Limmatstegs werden montiert
Die tonnenschweren Elemente des Limmatstegs werden montiert

 

Super Puma im Einsatz

Wurden im September in sieben Flügen die zehn Meter langen Elemente entfernt, wurden sie diesmal zurückverlegt und montiert. Die drei Brückenpfeiler sind im Oktober/November 2019 vor Ort saniert worden, und zwar die Teile im Wasser wie auch der Abschnitt über dem Wasser. Gsell erklärte, warum man die Sanierung des Stegs nicht ebenfalls vor Ort gemacht habe. Die «Einhausung», das heisst die Abdeckung der Brücke, wäre zu aufwendig und die Arbeit über dem Wasser zu gefährlich gewesen. Auch dieses Mal versuchte man die Lärm- und Windbelastung durch den Helikopter für die Anwohner so gering wie möglich zu halten. Ebenso wurde das Sicherheitsdispositiv optimal durchdacht. Dies, damit bei Bedarf entsprechende Massnahmen ergriffen und unerwünschte Zwischenfälle vermieden werden können. 

Mit der Verschweissung der Rohre, die links und rechts der Brücke verlegt sind, verbleiben die letzten drei Etappen auf dem Weg zu Fertigstellung der Fernwärmeleitung Siggenthal–Baden Nord. Danach müssen nur noch das Glasfaserkabel durchgezogen werden, das für die Kommunikation zwischen der KVA Turgi und der Heizzentrale Baden Nord sorgt, und das gesamte Rohrsystem mit Wasser gefüllt werden. Spielt das Wetter mit, wird das Projekt im März fertiggestellt. 

Vor dem Baustart von Sibano hatte die Fernwärme Siggenthal AG (FWS) 453 Kunden an ihrem Fernwärmeleitungsnetz angeschlossen. Mit der neuen Fernwärmeleitung kamen bis heute 20 Kunden hinzu.  

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