«Brüll liislig vo ine gäg use»

tanz & kunst: Zwischen Januar und Mai entwickelten Kunstschaffende gemeinsam mit 120 Kindern, Jugendlichen und Lehrpersonen aus Windisch das komplexe Kunstprojekt «leise brüllen». Es geht dabei zusammengefasst um die Probleme von Heranwachsenden im Umfeld von Familie, Schule und Liebe.

Tolle Tanzschritte ...
Tolle Tanzschritte ... (Bilder: zVg)

von
Stefan Haller

30. Mai 2016
23:00

Der wichtige pädagogische Aspekt und einmalige Wert dieses Projekts der künstlerischen Leiterin Brigitta Luisa Merki lag in der Möglichkeit, die künstlerischen und thematischen Auseinandersetzungen über mehrere Monate in den normalen Schulalltag zu integrieren. Tosender Applaus war den Aufführenden an allen sechs Vorstellungen gewiss.

120 Schülerinnen und Schüler aus Windisch kreierten gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Sparten ein lebendiges Kunstwerk. Nicht leise, sondern laut und besonders gut gebrüllt haben die Schüler aus Windisch und ihre künstlerischen Leiter. In monatelanger Arbeit, die sehr viel Ausdauer erforderte, haben Patrick Grigo, Gilson de Assis, Jacqueline Weiss, Anka Schmid, Ursula Palla, Roman Sonder­egger, Daria Reimann,  Flavia Horat, Jacqueline Weiss und Franziska Schläpfer (Big Zis) ein tolles Gesamtkunstwerk mit der Schule einstudiert. Dies alles unter der dramaturgischen Gesamtleitung von Brigitta Luisa Merki.

  • … in stundenlanger Trainingsarbeit einstudiert
    … in stundenlanger Trainingsarbeit einstudiert
  • Performance mit HipHop-Weltmeister Patrick Grigo (links)
    Performance mit HipHop-Weltmeister Patrick Grigo (links)

Im einmaligen Ambiente der Klosterkirche Königsfelden entfaltete sich ein Universum vielschichtiger sinnlicher Ausdrucksformen, die Ohr und Auge schärften. Expressive, rhythmische Tanzszenarien in lautlosen Bildlandschaften und lautstarke Klangwelten in stiller Bewegung suchen den grenzüberschreitenden künstlerischen Dialog.

Zwischen Januar und Mai 2016 entwickelten die Kunstschaffenden gemeinsam mit den Kindern, Jugendlichen und Lehrpersonen das komplexe Kunstprojekt. Der wichtige pädagogische Aspekt und einmalige Wert dieses Projekts lag in der Möglichkeit, die künstlerischen und thematischen Auseinandersetzungen über mehrere Monate in den normalen Schulalltag zu integrieren. Der integrativ-soziale Gedanke stand neben dem Künstlerischen im Fokus. In sechs Aufführungen mit Installationen wurde das Gesamtkunstwerk vom Freitag bis gestern Mittwoch sechs Mal aufgeführt. Sechs Mal war die Klosterkirche ausverkauft und genauso oft war allen Beteiligten der tosende und stampfende Applaus des begeisterten Publikums gewiss.

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