Burghalde auf der Zielgeraden

1000 Schülerinnen und Schüler werden im Sommer die neuen Schulgebäude Burghalde in Baden betreten. Man ist sogar auf noch mehr Schüler vorbereitet.

Die Bauarbeiten an den neuen Schulgebäuden sind in vollem Gang. (Bild: pg)

07. Januar 2021
10:30

Was mit dem Spatenstich vom 24. September 2018 seinen Anfang nahm, geht wie geplant der Vollendung entgegen. Im Sommer 2021 soll das Sekundarstufenzentrum, bestehend aus Real-, Sekundar- und Bezirksschule, seinen Betrieb aufnehmen. Um Raum für die Lehrenden und Lernenden zu schaffen und auf einer Nutzfläche von rund 15 000 Quadratmetern einen zeitgemässen und zukunftsorientierten Unterricht zu ermöglichen, musste für das gesamte Areal ein neues Konzept erstellt werden. Nebst einer Aussensportanlage und entsprechenden Pausenflächen besteht die mit 110 Millionen Franken veranschlagte Gesamtanlage aus dem kommunal geschützten Schulhaus Burghalde 1, den Neubauten Burghalde 2 und 3 und einem Sockelbau vor der Burghalde 1. Im Schulhaus Burghalde 1 werden die Räume für die Schulverwaltung angeordnet. In den oberen Geschossen sind nur minimale Eingriffe geplant. Die Klassenzimmer sind Teil eines separaten Unterhaltsprojekts, welches erst in einer späteren Sanierungsetappe umgesetzt wird. Mit dem Einbau einer Liftanlage wird eine hindernisfreie Erschliessung sämtlicher Geschosse ermöglicht.

 

Spätere Aufstockung möglich

Das westlich gelegene neue Schulhaus Burghalde 2 beinhaltet die clusterartig organisierten Unterrichtsräume. In einem Cluster werden die Lern- und Unterrichtsräume zusammen mit den zugehörigen Aufenthalts- und Erholungsbereichen zu einer identifizierbaren Einheit zusammengefasst. Dieser Neubau ist statisch so konzipiert, dass maximale Flexibilität ermöglicht wird. Im neuen Fachschulhaus Burghalde 3 auf dem östlichen Teil des Areals sind geschossweise die kreativen Fächer Bildnerisches Gestalten, Textiles Werken und Werken sowie Naturwissenschaften und Hauswirtschaft untergebracht. Die Statik des Gebäudes lässt eine spätere Aufstockung um ein Geschoss zu. In der zweigeschossigen Halle, in welcher die Mensa, die Mediothek sowie die ausserschulische Betreuung und die Jugendarbeit untergebracht sein werden, bildet den Mittelpunkt der Schulanlage. Die Möglichkeit, sich künftig in der Mensa zu verpflegen, aber auch das vielfältige Raumangebot für Ausstellungen, Eltern- und Infoabende dürfte sich nicht zuletzt auch auf die Stundenplangestaltung auswirken.

 

Integrierung der Villa

Bereits jetzt ist es sichtbar, dass der Gestaltung des Aussenraums grösste Aufmerksamkeit geschenkt wird. Mit den neuen Terrassen, welche das bestehende Schulhaus Burghalde 1 mit den Neubauten auf mehreren Ebenen miteinander verbinden, können auch die notwendigen Pausenflächen geschaffen werden. Die Villa Burghalde wird zusammen mit dem Gartenpavillon, den ehemaligen Stallungen und dem Kutscherhaus am südlichen Rand der Anlage im Rahmen der Umgestaltung in die Gesamtanlage integriert. Damit wird auch die Sicht zu der durch Karl Moser im Jahre 1904 erstellten Villa verbessert. Bereits jetzt wird sichtbar, dass durch das Projekt der ursprüngliche Charakter und die Grosszügigkeit des ehemaligen Parks von Evariste Mertens an Qualität gewinnt.

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