Das Jubiläumsjahr verlief positiv

Laut den Zahlen und Erläuterungen im Geschäftsbericht für das vergangene Jahr befinden sich die Industriellen Betriebe der Stadt Brugg (IBB) weiterhin in einer stabilen Situation.

Martin Sacher (links) und Eugen Pfiffner vor dem IBB-Sitz in Brugg
Martin Sacher (links) und Eugen Pfiffner vor dem IBB-Sitz in Brugg (Bild: mw)

von
Max Weyermann

31. Mai 2018
09:45

Vorgängig der Generalversammlung vom 30. Mai informierten Verwaltungsratspräsident Martin Sacher und CEO Eugen Pfiffner die Medien über den Geschäftsverlauf im vergangenen Jahr. Einerseits ist der Betriebsertrag gegenüber 2016 um 3,7 Mio. auf 56,999 Mio. Franken gesunken, der Jahresgewinn jedoch um 811'000 Franken auf 9,812 Mio. Franken gestiegen. Der Rückgang bei den Betriebseinnahmen ist auf Preissenkungen sowie Schwankungen in der Nachfrage zurückzuführen. Gegenläufig  wirkten sich erfreulicherweise der Finanzertrag sowie ausserordentliche und betriebsfremde Einnahmen aus. Dazu trug auch der Verkauf der Liegenschaft an der Museumsstrasse bei. Die Dividendenausschüttung an die Stadt Brugg als Alleinaktionärin bleibt wie im Vorjahr bei 1,95 Mio. respektive 15 % auf dem Aktienkapital von 13 Mio. Franken. Die konsolidierte Bilanz per 31. Dezember 2017 zeigt ein Umlaufvermögen von 29,982 Mio. und ein Anlagevermögen von 130,311 Mio., was total Aktiven von 160,293 Mio. Franken ergibt. Das Eigenkapital stellte sich Ende Jahr auf  134,494 Mio. Franken. 

 

Meilenstein gebührend gefeiert

Das Jahr 2017 war geprägt vom 125-jährigen Bestehen des Unternehmens. Zusammen mit Bewohnern der Ortschaften mit einem Versorgungs- und Dienstleistungsauftrag feierten die IBB ihr Jubiläum. Im Zentrum stand die Meischtergmeind, ein Anlass, an welchem sich Teams aus den Gemeinden in den Kategorien Wissen, Geschicklichkeit und Kreativität miteinander massen. 

In den 23 angeschlossenen Gemeinden (inzwischen sind es nach der Fusion von Lupfig und Scherz noch deren 22) und auch dank neuen Kunden ausserhalb des angestammten Versorgungsgebietes konnten die IBB den Stromabsatz gegenüber dem Vorjahr um beinahe 10 % auf mehr als 228 Mio. Kilowattstunden und damit auf ein neues Spitzenergebnis steigern. Der Gesamtanteil an erneuerbarem Strom machte rund 43 % aus. Beim Erdgas wurde der Rekordabsatz des Vorjahres nicht erreicht. Der Bedarf an von der ARA Wasserschloss und der ARA Laufäcker in Turgi geliefertem Biogas stieg um rund 4 % an. Die Energieproduktion mittels Photovoltaikanlagen schloss mit einem Plus von mehr als 11 % gegenüber den Prognosen ab. Der Wasserabsatz in Brugg erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,9 %. Beim ComNet, dem mit UPC als Partner betriebenen Kommunikationsnetz in Brugg, erweiterten die IBB das Grundangebot mit mehr digitalen TV-Sendern und Radioprogrammen. 

«Als Folge der Energiestrategie 2050 werden sich die Energiemärkte weiter verändern. Es ist aber davon auszugehen, dass der grösste Impuls von der vollständigen Marktöffnung im Energiebereich ausgehen wird. Daher ist es weiterhin das Ziel, die Strukturen für diesen Zeitpunkt fit zu machen», ist im Jahresbericht nachzulesen. Energieeffizienz, CO2-Reduktion die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien stehen im Fokus, aber auch die Digitalisierung wird weiter an Bedeutung gewinnen. 

  • Gabriele Schwarz
    Gabriele Schwarz (Bilder: zVg)
  • Silvia Mastellone
    Silvia Mastellone

Diverse Mutationen

Die Industriellen Betriebe sind bestrebt, ihren Kunden optimale Produkte und Dienstleistungen zu bieten. Die insgesamt 77 kompetenten Mitarbeitenden spielen dabei eine zentrale Rolle. In den Kaderpositionen wie auch im Verwaltungsrat kommt es zu diversen Veränderungen und Verstärkungen. Um mehr Flexibilität und «Tiefe» erreichen zu können, werden kleinere Geschäftseinheiten gebildet. Für die Netzdienstleistungen ist künftig Philippe Ramuz zuständig, für die Energiedienstleistungen Ralph Zebert und für die Ingenieur- und Servicedienstleistungen (inklusive Wärme- und Kältebereich) Felix Kreidler, der neu der Geschäftsleitung angehört. Als Nachfolgerin von Andrea Lüthy amtiert ab 1. September 2018 die früher bereits bei den IBB beschäftigt gewesene Controllerin Lilian Heimgartner. Der Verwaltungsrat wird in Zukunft aus sechs Mitgliedern bestehen. Nachdem Barbara Horlacher per 1. Januar 2018 den Stadtammannposten angetreten hatte und deshalb aus dem Gremium zurückgetreten war, waren der Generalversammlung zwei Frauen vorgeschlagen. Es sind dies die 40-jährige Prof. Dr. Silvia Mastellone, Obersiggenthal (Dozentin für Signalverarbeitung an der Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Technik), und die 46-jährige, eng mit dem Hightech Zentrum Aargau zusammenarbeitende, unter anderem im Bereich Management von Energieversorgungsunternehmen ausgebildete Mentorin für Innovationsprojekte Dr. Gabriele Schwarz, Männedorf. Die beiden Kandidatinnen dürften wohl problemlos in den Verwaltungsrat gewählt worden sein. 

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